Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Natascha Borowsky
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Natascha Borowsky: aus der Serie Remedies #6, 1998, © Natascha Borowsky, VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Natascha Borowsky (*1964)

Im Fokus der Aufnahmen von Natascha Borowsky stehen von ihr gesammelte Objekte, zumeist aus der Natur oder vom Weg aufgelesene Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Die mitunter nur einige Zentimeter großen, vielfach schon durch Alterung oder Witterung kaum mehr erkenntlichen Objekte betrachtet die Künstlerin in ihren Vergrößerungen als individuelle skulpturale Formen. Sie arrangiert sie einzeln auf oft eigens hergestellten Hintergründen, farblich abgestimmt mit nur wenig räumlicher Tiefe. So lenkt sie die Aufmerksamkeit auf kleinste Momente unserer Gegenstandswelt, deren ästhetischer Wert ohne ihre Bilder weitgehend übersehen würde. Doch nicht nur im Einzelnen, sondern auch im Neben- und Miteinander ihrer Photographien lassen sich die vor Augen geführten Formen und Farben um so deutlicher erschließen, und man mag das sensible Abwägen im künstlerischen Prozess nachvollziehen, das den beiläufigen Dingen Bedeutung verleiht, ähnlich einer Kollektion von Talismanen.
In ihren jüngeren Arbeiten beschäftigt sich Natascha Borowsky seit 2015 mit besonderen Stoffqualitäten aus Indien, deren Farben, Texturen und Strukturen sie in ausschnitthaften und in unmittelbarer Nahsicht aufgenommenen Photographien zur Ansicht bringt.

Biographie

1964              geboren in Düsseldorf
1988-1994     Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei
                      Professor Bernd Becher, Meisterschülerin
1994/1995     Studium am Cordova Institute, Vancouver
1997/1998     Arbeitsaufenthalt in Vancouver und Sechelt, Kanada
2001              Arbeitsstipendium Land NRW, Schloss Ringenberg
2002              Stipendium Stiftung Künsterdof Schöppingen
2006-2008     Lehrauftrag für Photographie an der Hochschule Niederrhein, Krefeld
2008              Residenzstipendium des Goethe-Instituts, Kuala Lumpur, Malaysia
2009              Residenzstipendium des Kulturamts der Stadt Düsseldorf,
                      Chongqing, China
2011/2012     Residenzstipendium der Kunststiftung NRW in Kooperation mit dem
                      Goethe-Institut Mumbai, Indien
2014             Aufnahme in den Westdeutschen Künstlerbund e.V.

Literatur

Natascha Borowsky, Ausstellungshalle Löfflerhaus Gotha, Düsseldorf 2001; Fundstücke in der Natur zum anschauen und selbst suchen, Photos Natascha Borowsky, Texte Regine Kern und Sigrun Brunsiek, Siftung Künstlerdorf Schöppingen 2004; Natascha Borowsky. Plastik, Text Margret Baumann, anlässlich der Ausstellung Fluchtpunkt. Plastik. Artefakte. Positionen zeitgenössischer Fotografie von Cornelia Wruck, Natascha Borowsky und Boris Becker, Kunsthalle Recklinghausen 2006/2007, Köln 2006; Distanzen - Dinge und Räume in der aktuellen Fotografie und den neuen Medien, Ahrenshoop: Edition Hohes Ufer, 2008.

Begleitprogramm zur Ausstellung

Künstlergespräch mit Hans Eijkelboom:
Donnerstag, 8. Dezember 2016 19 Uhr
Donnerstag, 9. März 2017, 19 Uhr

Vortrag von Dr. Sinah Kloß, Ethnologin:
Donnerstag, 19. Januar 2017, 19 Uhr

Vortrag von Dieter Roelstraete,
Kurator documenta 14:

"The Book of People
"
Donnerstag, 2. Februar 2017, 19 Uhr

Photo-Workshop für Jugendliche:
Samstag, 11. März 2017, 14 bis 17 Uhr

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Öffentliche Führungen

An jedem Sonntag während der Laufzeit der Ausstellung, 15 Uhr,
ohne Voranmeldung



Die Photo-Detektive...Wir entdecken eine Ausstellung:

Samstag, 3. Dezember 2016, 15–16.30 Uhr
Samstag, 11. Februar 2017, 15–16.30 Uhr
Samstag, 18. März 2017, 15–16.30 Uhr
Führungen für Kinder von circa 6–12 Jahren, mit Verena Günther
individuelle Buchungen möglich, Infos unter Tel.: 0221/88895300


Studenten für Studenten:
"Photographie als Langzeitstudie – Konzepte in Hans Eijkelbooms künstlerischem Werk",
Führung mit Lina Weber am Dienstag,
13. Dezember 2016, 17.30 Uhr

Das Führungsprogramm wird von der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung unterstützt.

On Tour:

Mit anderen Augen.
Das Porträt in der zeitgenössischen Fotografie


14. Oktober 2016 bis 15. Januar 2017

Kunsthalle Nürnberg und Kunsthaus im KunstKulturQuartier

weitere Informationen zur Ausstellung

Kinderführungen

Öffnungszeiten und Eintritt

Während der Laufzeit ist die Ausstellung täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen
Eintritt 5,50 € (erm. 3,00 €)
An jedem ersten Montag im Monat freier Eintritt!