Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Andrea Robbins/Max Becher
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Andrea Robbins/Max Becher: Franklin Wilmore, aus der Serie Americans of Samaná, 1999-2001, © Andrea Robbins/Max Becher, Sonnabend Gallery, New York

Andrea Robbins/Max Becher (*1963/*1964)

Seit fast zwei Jahrzehnten untersucht das Künstlerpaar Andrea Robbins und Max Becher in umfangreichen farbphotographischen Serien die geographische Transformation von spezifischen Orten, ihrer Kultur und Geschichte. Dabei gilt ihr Augenmerk weltweit Themen wie dem Kolonialismus, der Migration und dem Holocaust sowie Orten des Tourismus und der Massenkommunikation. 1991 ist beispielsweise eine Serie in Namibia/Afrika entstanden, die die architektonischen Zeugnisse des deutschen Kolonialismus zeigt; Bildreihen wie Holland, 1993, und Bavarian by Law, 1995/96, konzentrieren sich auf amerikanische Städte und Regionen, die den europäischen Baustil und andere kulturelle Prozesse simulieren, um der eigenen Region eine verordnete Identität zu geben. Auch im Bereich des Portraits haben Robbins/Becher gearbeitet. Die Werkgruppe German Indians, 1997/98, präsentiert Deutsche, die sich in der Geburtsstadt von Karl May treffen, um zu dessen Gedenken indianisches Leben nachzuvollziehen.
Mit ihrem Werk stehen die Künstler zum einen in der bildnerischen Tradition der Photographie der Neuen Sachlichkeit, zum anderen sind sie inhaltlich verbunden mit dem sozialkritischen Ansatz von Künstlern wie Dan Graham, Allan Sekula, Hans Haacke und Martha Rosler, die beiden letztgenannten zählten zu den Lehrern von Max Becher an der Cooper Union School of Art in New York. Robbins/Becher betonen selbst den politischen und historischen Aspekt ihrer Arbeit. Ihre Photographien beziehen das Dokumentarische ebenso wie das Künstlerisch-Konzeptuelle ein.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur besitzt eine Auswahl an Portraits aus Americans of Samaná, 1999–2001. Die Künstler erläutern zu dieser Serie: 
"Auf der Samaná-Halbinsel im Nordosten der Dominikanischen Republik leben etwa 8.000 Nachfahren freigelassener afroamerikanischer Sklaven. Die ersten Siedler, etwa 34 Familien, kamen im Jahr 1824, als das Land von der jüngst unabhängig gewordenen schwarzen Nation Haiti übernommen wurde. Ihre Nachfahren bewahren bis heute die anglo-amerikanischen Sitten und die Sprache von 1824."

Biographien:

Andrea Robbins
1963    geboren in Boston, MA    
1989    Hunter College School of Art, New York, NY
1986    Cooper Union School of Art, New York, NY / BFA

Max Becher
1964    geboren in Düsseldorf, Germany
1989    Mason Gross School of the Arts, Rutgers University, New Brunswick, NJ, MFA
1986    Cooper Union School of Art, New York, NY, BFA

Literatur:

The Transportation of Place, Texte Lucy Lippard, Maurice Berger, New York: Aperture, 2006; Brooklyn Abroad, Texe Nora Alter, Rupert Pfab, Düsseldorf, 2006; Andrea Robbins & Max Becher. Portraits, Text Maurice Berger, Center for Art und Visual Culture, UMBC, Baltimore, 2008.

Spannendes Begleitprogramm zur kommenden Ausstellung!

Nähere Informationen finden Sie unter diesem Link.

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Der Einsendeschluss für den diesjährigen Photowettbewerb der Universität zu Köln - L. Fritz Gruber Preis 2016/17 rückt näher. Noch bis zum 30. April 2017 sind alle Studierenden, Gasthörer_innen, Mitglieder und Angehörige, Mitarbeiter_innen und Freunde der Universität zu Köln zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen. 
Das diesjährige Thema lautet „Spurensuche – Fakt oder Fiktion?“. Die Uni Köln freut sich auf interessante fotografische Umsetzungen dieses Themas.

Weitere Informationen unter
www.portal.uni-koeln.de/photowettbewerb.html.

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Öffentliche Führungen:

An jedem Sonntag während der Laufzeit der Ausstellung, 15 Uhr,
ohne Voranmeldung


Die Photo-Detektive...Wir entdecken eine Ausstellung:

Samstag, 6. Mai, 10. Juni und 1. Juli 2017, 15–16.30 Uhr
Führungen für Kinder von circa 6–12 Jahren, mit Verena Günther
individuelle Buchungen möglich, Infos unter Tel.: 0221/88895300

Das Führungsprogramm wird von der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung unterstützt.

Kinderführungen

Öffnungszeiten und Eintritt

Während der Laufzeit ist die Ausstellung täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen
Eintritt 5,50 € (erm. 3,00 €)
An jedem ersten Montag im Monat freier Eintritt!