Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  August Sander
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August Sander: Selbstbildnis an der Staffelei, 1905, © Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln-August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2013

30.3.—12.8.2012

Blick in die Sammlung

August Sander - New Arrivals

In den beiden Ausstellungskabinetten stellt die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur ausgewählte Neuerwerbungen zum Werk von August Sander (1876–1964) vor. Diese konnten über die Jahre sowohl aus eigenen Mitteln als auch mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse KölnBonn und der Gesellschaft zur Förderung der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur, Köln e.V. angekauft werden. Darüber hinaus zählen Dauerleihgaben und großzügige Schenkungen zur Präsentation.

Die Ausstellung zeigt Bekanntes und Unbekanntes und gibt einen Einblick in die sich kontinuierlich vergrößernde Kollektion der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, die vor zwanzig Jahren mit dem Erwerb des umfangreichen August Sander Archivs ihren Anfang nahm. Insbesondere werden in Anbindung an den Bestand der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur verschiedene Aspekte des Sammelns beleuchtet. Zu den Exponaten zählen einige wichtige Aufnahmen aus dem Projekt Menschen des 20. Jahrhunderts, die für die Sammlung gesichert werden konnten. Hierzu zählt ein 1926 entstandenes Portrait von Dettmar Heinrich Sarnetzki, das Sander bereits 1929 in seine Publikation Antlitz der Zeit aufgenommen hatte. Die Jahrzehnte währende Freundschaft zwischen beiden und die Wertschätzung, die beide einander entgegenbrachten, spiegeln ein weiteres Portrait von 1953 sowie eine Ausschnittvergrößerung der Hände Sarnetzkis mit einer von August Sander darunter montierten Schriftprobe des Schriftstellers. Dass es sich bei den Aufnahmen aus dem Werkkomplex der Menschen des 20. Jahrhunderts sehr häufig ursprünglich um Auftragsarbeiten gehandelt hat, wird anhand von Abzügen deutlich, die auf Atelierkartons aufgezogen, oft auch von Sander fertig gerahmt an die Auftraggeber verkauft wurden. Hierzu zählt beispielsweise ein aus Familienbesitz erworbenes Portrait von Lina und Hedwig Scharfenstein, das als Proletariermutter von Sander neu vergrößert ins Projekt einbezogen wurde.

Aus Familienbesitz erworbene Photographien bilden grundsätzlich eine wichtige Quelle für die Rekonstruktion der Entstehung einzelner Aufnahmen. Mit Hilfe der Dargestellten oder ihrer Nachkommen gelingt es oft, bisher unbekannte Aufnahmen für das Gesamtwerk August Sanders zu sichern oder Verwandtschaftszusammenhänge herzustellen. So bilden auch Portraits ganz unterschiedlicher Provenienz in der Ausstellung thematische Gruppen. Familien- und Einzelportraits, oft auch zu verschiedenen Zeiten aufgenommen, spiegeln die fortdauernde Tätigkeit des Photographen im Westerwald. Das Sujet der Landschaft gehört neben dem Portrait zum Grundrepertoire des Photographen, wie es die Werke aus der Frühzeit seines Schaffens zeigen. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jh.s widmete sich August Sander in seinem Atelier in Linz an der Donau neben der Photographie auch noch sehr ausführlich der Malerei, was zwei etwa zeitgleiche Photographien Sanders in seinem Aufnahmeraum und an der Staffelei veranschaulichen. Neben Malerei und Photographie verbindenden Edeldrucken, wie der Gummidruck einer Westerwaldlandschaft, hat Sander die Photographie auch als Vorlage oder Anregung für seine Gemälde und Zeichnungen benutzt, was anhand eines fast identischen Blicks auf Hallstatt sowohl im Photo als auch im Pastell nachvollzogen werden kann.

Stellenangebot

Zum Beginn 2019 sucht die SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn eine Assistentin oder einen Assistenten zur Unterstützung der Leiterin und des Teams der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur.

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On Tour

Bergische Blicke – Frühe Aufnahmen der Photographen August und Erich Sander, Theodor Meuwsen und Emil Hardt

Museum und Forum Schloss Homburg, Nümbrecht....»» weiterlesen

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Francesco Neri gewinnt den
August-Sander-Preis 2018.

Für seine Serie "Farmers" wurde der italienische Photograph mit den erstmals vergebenen August-Sander-Preis ausgezeichnet....»» weiterlesen
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Kooperation in Sachen Photographie:

Immer deutlicher steht die Photographie im Mittelpunkt des musealen und kulturellen Interesses. Dies nehmen das LVR-LandesMuseum Bonn und Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur zum Anlass....»» weiterlesen

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Veranstaltungsprogramm:

Öffentliche Führungen:

An jedem Sonntag während der Laufzeit der Ausstellungen, um 15 Uhr,
ohne Voranmeldung, Treffpunkt an der Ausstellungskasse (Eintritt + 2 Euro)

Das Führungsprogramm wird von der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung unterstützt.

Künstlergespräch
mit Laurenz Berges:

Dienstag, 29. Mai, 19 Uhr
Eintritt 7,50 Euro / erm. 5 Euro
Weitere Informationen finden Sie hier.

Vortrag:

Donnerstag, 28.6., 19 Uhr
"Die Geometrie der regelmäßigen Anordnung von Pflanzenorganen: Paul Dobe und das botanisch-mathematische Wissen seiner Zeit",
mit Dr. Christian Reick, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg,
 Eintritt 7,50 Euro / erm. 5 Euro
Weitere Informationen finden Sie hier.
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Veranstaltungen für Kinder:

Die Photo-Detektive...
Wir entdecken eine Ausstellung

Für Kinder von 6–10 Jahren

Die nächsten Termine:
Samstag, 9.6.2018
15–16.30 Uhr

Weitere Informationen finden Sie hier!

Darüber hinaus sind individuelle Buchungen für Kindergruppen möglich, Infos unter
Tel.: 0221/88895300.


Workshop:

Samstag, 23.6., 14–17 Uhr
"Leicht zu übersehen – auf den Spuren von Raum und Zeit",
10–14 Jahre, mit Verena Günther
15 Euro inkl. Material, um Voranmeldung wird gebeten

Weitere Informationen finden Sie hier!

Kinderführungen

Öffnungszeiten und Eintritt

Während der Laufzeit ist die Ausstellung täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen
Eintritt 5,50 € (erm. 3,00 €)
An jedem ersten Montag im Monat freier Eintritt!