Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Vorschau
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Demnächst:

August Sander: Meisterwerke – Photographien aus "Menschen des 20. Jahrhunderts"
(Raum 1)

Blick in die Sammlungen: Hugo Erfurth – Bildnisse
Aus den Beständen des LVR-LandesMuseum Bonn und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur
(Raum2)

August-Sander-Preisträger 2018: Francesco Neri – „Farmers“

(Raum 3)

Laufzeit: 7. September 2018 bis 27. Januar 2019

Eröffnung am 6. September 2018, 19 Uhr

Das photographische Portrait historischer und aktueller Referenz steht im Mittelpunkt der drei Einzelausstellungen, die ab dem 7. September 2018 in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur zu sehen sein werden. Während August Sander (1876–1964) und Hugo Erfurth (1874–1948) der gleichen Generation angehören, sich in ihrer photographischen Bildsprache und Ausdrucksweise aber stark voneinander absetzen, zählt der Italiener Francesco Neri (*1982) zu jenen Zeitgenossen, die mit analoger Technik dem seriell-vergleichenden Ansatz nachgehen.

Die Portraitaufnahmen von August Sander, dessen Archiv die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur seit dem Erwerb des Nachlasses wissenschaftlich erschließt und bereits vielfach in Themenbereichen vorgestellt hat, zählen zu den Meisterleistungen ihrer Zunft. Mit „Menschen des 20. Jahrhunderts“, seinem berühmtesten Werkkompendium, wollte Sander nichts weniger als die Gesellschaft seiner Zeit am Beispiel unterschiedlicher Berufsgruppen und Menschentypen dokumentieren. Das konzeptuell angelegte Werk zeugt von der hohen Wahrnehmung und dem medialen Können des Photographen. Bilder wie die „Jungbauern“ (1914) oder der „Konditor“ (1928) sind im Laufe der Rezeption zu photographischen Ikonen geworden. Jedoch weist das Portraitwerk von August Sander darüber hinaus eine Vielzahl an Motiven von beachtenswerter Qualität auf. Sie verweisen beispielsweise auf die Bevölkerung des ländlich geprägten Westerwalds, die Künstlerschaft zwischen Köln und Berlin oder das großstädtische Leben.
Mit der aktuellen Ausstellung präsentiert die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur eine repräsentative Auswahl von 153 Originalaufnahmen aus „Menschen des 20. Jahrhunderts“. Der überwiegende Teil der Exponate stammt aus hauseigenen Beständen, wertvolle Leihgaben aus dem Museum of Modern Art, New York, dem J. Paul Getty Museum, Los Angeles, der Pinakothek der Moderne, München und der Berlinischen Galerie konnten hinzugezogen werden. Basierend auf langjähriger Forschung wird in der begleitenden Publikation die Werkgenese detail- und kenntnisreich nachvollzogen.

Die parallel präsentierte Ausstellung mit Portraitaufnahmen von Hugo Erfurth umfasst Bestände des LVR-LandesMuseum Bonn und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur. Mit diesem Projekt findet die 2018 gestartete Zusammenarbeit beider Institutionen ihre Fortsetzung. Zudem wird die Präsentation um Leihgaben aus der Deutschen Fotothek Dresden ergänzt. 
Neben seiner anfänglichen Vorliebe für Genrephotographien und Landschaftshintergründe, spezialisierte sich Erfurth zunehmend auf Portraits, die er zu Beginn seiner photographischen Tätigkeit vor allem im Kreis seiner Familie fand. Mit Erwerb des Palais des Grafen Lüttichau in der Dresdner Innenstadt 1906, entwickelte sich Erfurths Atelier zu einem repräsentativen Zentrum des Städtischen Kulturlebens. Zunehmend widmete sich der Photograph nun den Bildnissen von Bürgerschaft und Adel, von Militär und Künstlern, die den Photographen allesamt für seine fein komponierten Individualbildnisse schätzten. Namentlich sind beispielsweise Künstler wie Otto Dix, Käthe Kollwitz oder Richard Riemerschmid zu nennen. Auch Persönlichkeiten, die in August Sanders Werk anzutreffen sind, finden sich in Hugo Erfurths Oeuvre. Zudem hat auch Erfurth in einer als „Köpfe meiner Zeit“ bezeichneten Sammlung mit einer gewissen Planmäßigkeit Bildnisse zusammengetragen, wenn auch in Stringenz und Konzeption nicht mit dem Sanderschen Hauptwerk vergleichbar. Erfurths bildnerische Umsetzung ist stark mit einer kunstphotographischen Auffassung verbunden, was sich etwa in den von ihm bevorzugten Edeldrucktechniken wie Gummidruck oder Öldruck zeigt, die von einer ausgewiesen malerischen Oberflächenwirkung sind. Dem Öldruck blieb Erfurth – modeunabhängig – ein Leben lang treu.

Dem ersten Gewinner des August-Sander-Preises 2018 Francesco Neri und seiner prämierten Serie „Farmers“ ist eine Kabinettausstellung gewidmet. 2009 hat Neri begonnen, sich mit der ländlich-bäuerlichen Welt seiner Heimatregion photographisch auseinander zu setzen, bevorzugt im Bereich des Portraits. Entstanden sind einfühlsame Bildnisse von Bäuerinnen und Bauern, die er in deren Wohn- und Arbeitsumfeld photographiert hat. Zumeist sind die Aufnahmen im Freien entstanden, vor dem Hintergrund eines Gartens oder Feldes, bisweilen ist ein Haus oder Hof zu erkennen. Was die Motive verbindet, sind Verweise auf aktive Tätigkeiten, etwa in Form von ins Bild einbezogene Gerätschaften, auch Kleidung und Körperhaltung der Dargestellten zeugen davon. Francesco Neri hat die Einzelpersonen zentral ins Bild gesetzt, die Lichtführung umfängt die konzentrierte Atmosphäre.
Die Präsentation umfasst rund 70 Aufnahmen, erstmals werden die „Farmers“ in diesem Umfang gezeigt. Ein großer Teil der mit analoger Großbildtechnik aufgenommenen und als Kontakte ausgearbeiteten Bilder ist in Farbe gehalten, hinzukommen ausgewählte Motive in Schwarz-Weiß.

Ein umfangreiches Begleitprogramm ist in Planung.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln, photographie@sk-kultur.de

 

      

 

 

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On Tour

Bergische Blicke – Frühe Aufnahmen der Photographen August und Erich Sander, Theodor Meuwsen und Emil Hardt

Museum und Forum Schloss Homburg, Nümbrecht....»» weiterlesen

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Francesco Neri gewinnt den
August-Sander-Preis 2018.

Für seine Serie "Farmers" wurde der italienische Photograph mit dem erstmals vergebenen August-Sander-Preis ausgezeichnet....»» weiterlesen
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Kooperation in Sachen Photographie:

Immer deutlicher steht die Photographie im Mittelpunkt des musealen und kulturellen Interesses. Dies nehmen das LVR-LandesMuseum Bonn und Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur zum Anlass....»» weiterlesen

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Veranstaltungsprogramm:

Öffentliche Führungen:

An jedem Sonntag während der Laufzeit der Ausstellungen, um 15 Uhr,
ohne Voranmeldung, Treffpunkt an der Ausstellungskasse (Eintritt + 2 Euro)

Das Führungsprogramm wird von der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung unterstützt.

Vortrag:

Donnerstag, 28.6., 19 Uhr
"Die Geometrie der regelmäßigen Anordnung von Pflanzenorganen: Paul Dobe und das botanisch-mathematische Wissen seiner Zeit",
mit Dr. Christian Reick, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg,
 Eintritt 7,50 Euro / erm. 5 Euro
Weitere Informationen finden Sie hier.
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Veranstaltungen für Kinder:

Die Photo-Detektive...
Wir entdecken eine Ausstellung

Für Kinder von 6–10 Jahren

Die nächsten Termine wieder ab September 2018!

Weitere Informationen finden Sie hier!

Darüber hinaus sind individuelle Buchungen für Kindergruppen möglich, Infos unter
Tel.: 0221/88895300.

Kinderführungen

Öffnungszeiten und Eintritt

Während der Laufzeit ist die Ausstellung täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen
Eintritt 5,50 € (erm. 3,00 €)
An jedem ersten Montag im Monat freier Eintritt!