Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Henry Wessel
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Herny Wessel: Walapai, Arizona, 1971, © Henry Wessel

Henry Wessel

Von Beginn an ist das Werk von Henry Wessel (*1942) durch sein Interesse am amerikanischen Lebensraum geprägt, mit einem besonderen Fokus auf dem Westen der USA. Seine frühen Zielsetzungen, die er 1971 anlässlich eines Guggenheim Stipendiums formulierte, behielten für sein weiteres Schaffen, in dem die sachlich abbildende Funktion der Photographie im Vordergrund steht, Gültigkeit. Das Thema, mit dem er sich für das Stipendium bewarb, sollte „Eine photographische Dokumentation der amerikanischen Highways und die angrenzende Landschaft“ betreffen und Anlass geben, die Möglichkeiten der visuellen Wahrnehmung in der Auseinandersetzung mit den sich regional verändernden Landschaftsgegebenheiten zu erforschen, die Beziehungen von Objekten im Landschaftsbild auszuloten und den Wandel der Dinge unter Einfluss verschiedener Lichtquellen, so unter anderem von Autoscheinwerferlicht, genauer via Photoapparat zu beobachten. Auch das Arbeitsgebiet, das er 1978 für sein zweites Guggenheim-Stipendium formulierte, hatte vergleichbaren Gehalt: „Eine photographische Dokumentation von Kalifornien mit besonderer Betonung der zeitgenössischen Alltagskultur, wie sie sich im aktuellen Aussehen der Menschen, den Orten und Dingen in der Kulturlandschaft manifestiert.“
Als er 1969 erstmals nach Kalifornien kam, hat ihn die besondere visuelle Kraft und Aura des Lichtes außerordentlich fasziniert und bis heute nicht mehr losgelassen. Er beschreibt seinen ersten Eindruck bei der Ankunft in Los Angeles wie folgt: „Ich ging aus dem Flughafen geradewegs hinein in einen jener klaren, scharfkantigen Januartage. Das Licht hatte eine nahezu körperliche Präsenz; es schien, als ob man sich daran anlehnen könnte. Die langen Schatten, die die axialen Sonnenstrahlen hervorriefen, zerschnitten die Landschaft, beleuchteten die Gesichter wie mit einem Kamerablitz – jede Oberfläche detailliert und differenziert.“ Mit dieser aufmerksamen Wahrnehmung verknüpfen sich fortan seine bevorzugten Motive wie die für dort typische wüstenähnliche und weitläufige Landschaft, die allgemein verbreiteten Architekturen und Straßen der Wohngebiete, aber auch die sonnigen Gärten der Häuser mit ihren Bepflanzungen, Zäunen und Terrassen sowie Szenerien, die er während Paraden oder am Strand eingefangen hat. Die vielfach auf einfache, leise und leicht zu übersehende Begebenheiten gerichteten Photographien Henry Wessels zeugen von seiner Intuition und treffsicher visuellem Gespür, die Dinge formal überzeugend, beschwingend wie poetisch abzubilden.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur präsentierte 2007 die erste umfangreiche Einzelausstellung des Künstlers in Europa, im Sammlungsbestand befinden sich 10 ausgewählte Motive aus seinem Werk.

Eine erste Einzelausstellung von Wessel überhaupt fand 1973 im Museum of Modern Art in New York statt. Er war neben Robert Adams, Lewis Baltz, Bernd und Hilla Becher und anderen einer der Teilnehmer an der bedeutenden Ausstellung New Topographics, die 1975 im George Eastman House in Rochester stattgefunden hat. Die Lehrtätigkeit von Henry Wessel am San Francisco Art Institute erstreckte sich insgesamt über drei Jahrzehnte.

Literatur:

Henry Wessel, Jr., Grossmont College Art Gallery, Text Ben Lifson, 1976; Henry Wessel, Rena Bransten Gallery, Text Bill Berkson, San Francisco 2000; Henry Wessel. Nightwalk, Essays Claudine Isé, David Wing, Hyde Gallery und Crossmont College, 2000; Henry Wessel, Werkausgabe in fünf Bänden, Göttingen: Steidl, 2006; Henry Wessel, Hrsg. Thomas Zander, Texte Sandra S. Phillips, Georg Imdahl, Göttingen: Steidl, 2007.

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Veranstaltungsprogramm:

Öffentliche Führungen:

An jedem Sonntag während der Laufzeit der Ausstellungen, um 15 Uhr,
ohne Voranmeldung, Treffpunkt an der Ausstellungskasse (Eintritt + 2 Euro)

Das Führungsprogramm wird von der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung unterstützt.

Vortrag:

Donnerstag, 28.6., 19 Uhr
"Die Geometrie der regelmäßigen Anordnung von Pflanzenorganen: Paul Dobe und das botanisch-mathematische Wissen seiner Zeit",
mit Dr. Christian Reick, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg,
 Eintritt 7,50 Euro / erm. 5 Euro
Weitere Informationen finden Sie hier.
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Veranstaltungen für Kinder:

Die Photo-Detektive...
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Für Kinder von 6–10 Jahren

Die nächsten Termine wieder ab September 2018!

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Darüber hinaus sind individuelle Buchungen für Kindergruppen möglich, Infos unter
Tel.: 0221/88895300.

Kinderführungen

Öffnungszeiten und Eintritt

Während der Laufzeit ist die Ausstellung täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen
Eintritt 5,50 € (erm. 3,00 €)
An jedem ersten Montag im Monat freier Eintritt!