Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Joachim Brohm
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Joachim Brohm: Ohne Titel, 1980, aus der Serie Kleingärten, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2016, Joachim Brohm

Joachim Brohm: Ohne Titel, 1980, aus der Serie Kleingärten

Die Photographie von Joachim Brohm (*1955) zeigt ein kleines, rot gefliestes Haus mit Spitzdach, zu dem ein aus Steinplatten angelegter Weg führt. Der Weg durchquert eine Rasenfläche. Es handelt sich um eines der typischen Schrebergartenensembles, wie sie oftmals an den Peripherien von größeren Städten zu finden sind: ein Nutzgebäude auf einer dazugehörigen Parzelle. Insbesondere das Ruhrgebiet, wo Brohm diese Aufnahme als Teil seiner Serie Kleingärten erarbeitet hat, weist eine Vielzahl dieser Gartenkolonien auf. Der Photograph hat die Aufnahme wohl im Winter bei kühlem, streuendem Licht gemacht, die Bäume tragen kein Laub, der Himmel ist bedeckt. Kompositorisch fächert sich das Bild in mehrere Farbflächen auf, der Photograph beweist einen souveränen künstlerischen Zugriff auf vorgefundene farbliche Strukturen. Er zählt zu den ersten Photographen in Deutschland, die in den 1980er-Jahren zur Farbphotographie griffen. Damals wurde die Farbphotographie hinsichtlich ihrer künstlerischen Relevanz noch intensiv diskutiert. Sah man diese doch nach wie vor eher dem angewandten Bereich – etwa der Werbung – zugehörig als den Bereichen der Bildenden Kunst. Innerhalb dieser innovativ geführten Diskussionen kam der Folkwang-Universität in Essen eine zentrale Rolle zu, dem Studienort von Joachim Brohm zwischen 1977 und 1983. Die Kleingärten fallen in seine Studienzeit und stehen im Kontext seiner frühen Entscheidung, die alltägliche und zugleich eigenwillig gestaltete Welt der Menschen im Ruhrgebiet mit den Mitteln der Farbphotographie zu erforschen, möglichst klischeefrei, möglichst wahr. Bei aller Zurückhaltung in der Bildsprache sagt das über den sozialen Sensus des Künstlers ebenso viel aus wie über seine Begeisterung für Dinge, die mit sparsamen Mitteln, aus einer gewissen Notwendigkeit heraus, zufällig oder improvisiert entstehen; Dinge, die eine sperrige, etwas ruppige Schönheit jenseits allen glatten Perfektionismus in sich tragen.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln

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Veranstaltungsprogramm:

Öffentliche Führungen:

An jedem Sonntag während der Laufzeit der Ausstellungen, um 15 Uhr,
ohne Voranmeldung, Treffpunkt an der Ausstellungskasse (Eintritt + 2 Euro)

Das Führungsprogramm wird von der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung unterstützt.

Vortrag:

Donnerstag, 28.6., 19 Uhr
"Die Geometrie der regelmäßigen Anordnung von Pflanzenorganen: Paul Dobe und das botanisch-mathematische Wissen seiner Zeit",
mit Dr. Christian Reick, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg,
 Eintritt 7,50 Euro / erm. 5 Euro
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Veranstaltungen für Kinder:

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Wir entdecken eine Ausstellung

Für Kinder von 6–10 Jahren

Die nächsten Termine wieder ab September 2018!

Weitere Informationen finden Sie hier!

Darüber hinaus sind individuelle Buchungen für Kindergruppen möglich, Infos unter
Tel.: 0221/88895300.

Kinderführungen

Öffnungszeiten und Eintritt

Während der Laufzeit ist die Ausstellung täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen
Eintritt 5,50 € (erm. 3,00 €)
An jedem ersten Montag im Monat freier Eintritt!