Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  William Christenberry
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William Christenberry: Werbeschild, bei Greensboro, Alabama, 1978; © William Christenberry

William Christenberry: Werbeschild, bei Greensboro, Alabama, 1978

„Future Rose“ sind die beiden Worte, die auf dem wohl schon längere Zeit Wind und Wetter ausgesetztem Werbeschild noch zu lesen sind. Die Worte klingen wie ein positives Versprechen, wie ein Hoffnungsmoment auf eine Zukunft mit besseren Zeiten. Doch die abgeblätterte Farbe und das nur noch in Teilen bestehende Gestänge des Schildes führen schnell in die Wirklichkeit zurück und lassen über die Vergänglichkeit rosiger Zeiten, aber auch die Schönheit des Marod-Brüchigen nachdenken. Das von William Christenberry 1978 in der Nähe von Greensboro, einem kleinen Ort in Hale County, Alabama, photographierte Werbeschild steht auf einer Wiese inmitten der Landschaft. Im Hintergrund führt eine schmale Straße entlang, gesäumt von Feldern, Büschen und Bäumen. Die Antwort auf die Frage, warum das Objekt dort platziert wurde und für wofür es einmal stand, bleibt im Bild offen.
Das Werk des Künstlers, der über die Photographie hinaus die Malerei und Zeichnung ebenso wie die Skulptur zu seinen Ausdrucksmedien zählt, ist eng mit seiner Heimatregion Alabama, im amerikanischen Süden, verbunden. Christenberry (*1936), der über 30 Jahre an der Corcoran School of the Arts & Design in Washington D.C. lehrte, kehrte über Jahrzehnte in regelmäßigen Arbeitsreisen in seine Heimatregion zurück. Neben den alltäglich anzutreffenden Gegenständen, Schildern und Schriften sind es die unscheinbaren und einfachen Gebäude wie etwa Schuppen, Scheunen, auch kleine Wohnhäuser oder die typischen Holzkirchen, die er immer wieder farbphotographisch festgehalten hat. So ist eine Vielzahl an umfangreichen Serien entstanden, die jeweils ein Gebäude in seiner Veränderung im Laufe der Zeit zeigen. William Christenberry war damit der Zeichenhaftigkeit und Poesie des Profanen auf der Spur, das er in sachlicher Weise zu dokumentieren wusste.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln

Spannendes Begleitprogramm zur kommenden Ausstellung!

Nähere Informationen finden Sie unter diesem Link.

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Der Einsendeschluss für den diesjährigen Photowettbewerb der Universität zu Köln - L. Fritz Gruber Preis 2016/17 rückt näher. Noch bis zum 30. April 2017 sind alle Studierenden, Gasthörer_innen, Mitglieder und Angehörige, Mitarbeiter_innen und Freunde der Universität zu Köln zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen. 
Das diesjährige Thema lautet „Spurensuche – Fakt oder Fiktion?“. Die Uni Köln freut sich auf interessante fotografische Umsetzungen dieses Themas.

Weitere Informationen unter
www.portal.uni-koeln.de/photowettbewerb.html.

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Öffentliche Führungen:

An jedem Sonntag während der Laufzeit der Ausstellung, 15 Uhr,
ohne Voranmeldung


Die Photo-Detektive...Wir entdecken eine Ausstellung:

Samstag, 6. Mai, 10. Juni und 1. Juli 2017, 15–16.30 Uhr
Führungen für Kinder von circa 6–12 Jahren, mit Verena Günther
individuelle Buchungen möglich, Infos unter Tel.: 0221/88895300

Das Führungsprogramm wird von der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung unterstützt.

Kinderführungen

Öffnungszeiten und Eintritt

Während der Laufzeit ist die Ausstellung täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen
Eintritt 5,50 € (erm. 3,00 €)
An jedem ersten Montag im Monat freier Eintritt!