Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Aktuell
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Candida Höfer: Kunsthalle Karlsruhe V, 1999
© VG Bild-Kunst, Bonn 2020


VON BECHER BIS BLUME –
PHOTOGRAPHIEN AUS DER SAMMLUNG GARNATZ UND DER PHOTOGRAPHISCHEN SAMMLUNG/SK STIFTUNG KULTUR IM DIALOG

voraussichtlich ab 4. Januar 2021


Mit Werken von Bernd und Hilla Becher, Boris Becker, Anna und Bernhard Blume, Chargesheimer, Jim Dine, Frank Dömer, Gina Lee Felber, Candida Höfer, Benjamin Katz, Jürgen Klauke, Astrid Klein, Werner Mantz, Augustina von Nagel, Floris Neusüss, Sigmar Polke, Arnulf Rainer, Albert Renger-Patzsch, Tata Ronkholz, Thomas Ruff, Hugo Schmölz, Wilhelm Schürmann, Thomas Struth.

Die Ausstellung „Von Becher bis Blume“ gibt insbesondere Einblick in die einflussreich wirkende Photographie der 1980er- und 1990er-Jahre, eine Zeit, in der innovative und bis heute bedeutende Bildwerke und Konzepte entstanden sind. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Rheinland zu, mit zahlreich ansässigen Künstlern, Museen und Galerien. Das Sammlerpaar Ute und Eberhard Garnatz war Teil dieses äußerst lebendigen Geschehens, bereits in den 1970er-Jahren haben sie begonnen, ihrer Sammeltätigkeit engagiert nachzugehen. Neben einer großen Kollektion von Gemälden, Skulpturen und Graphiken entwickelten sie eine eigenwillige und beachtlich facettenreiche Sammlung von Photographien, die teils bis in die 1950er-Jahre zurückreichen, vor allem aber photographische Arbeiten umfasst, die seit den 1980ern bis in die 2000er-Jahre entstanden. In jenem Jahrzehnt trat die Photographie mehr und mehr in den Kosmos der bildenden Künste ein. Beharrlich eroberte sich das Medium mit und neben den tradierten Genres einen eigenständigen Platz. Und auch dies verfolgten die Sammler mit aufmerksamem Blick: Ganz auf der Höhe der Zeit, richteten sie ihr Augenmerk auf Kunstschaffende, für die das photographische Bild Grundlage und die Kamera als technisches Werkzeug im künstlerischen Tagesgeschehen eine Selbstverständlichkeit darstellte. Es wären zum einen jene zu nennen, die das die das dokumentarische Bild zum Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Konzepte gewählt haben; andererseits jene, die sich, weit weniger der Wirklichkeitstreue des Mediums verpflichtet, in experimentelle Gefilde begeben; und auch solche, die die Gegenstandswelt konterkarieren oder inszenieren respektive sich vorzugsweise die chemische Qualität des photographischen Prozesses zunutze machen, um so zu Bildwerken malerischer Formensprache zu gelangen.

Für die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur eröffnet sich mit dieser Präsentation die Möglichkeit, photographische Positionen der Sammlung Garnatz mit den eigenen in einen Dialog zu setzen. Einen gemeinsamen Nenner finden die beiden Sammlungen insbesondere in den Arbeiten von Bernd und Hilla Becher, Werke etwa von Boris Becker, Candida Höfer, Thomas Ruff und Thomas Struth bilden ebenfalls Korrespondenzen zwischen beiden Sammlungen. Darüber hinaus werden rare inszenatorische und experimentelle Arbeiten kontextualisiert. Sie treten solchen gegenüber, die an der Schnittstelle von Photographie und Malerei verortbar sind. So realitätsbezogen sich das Medium vorgibt, es begeistert durch die Bandbreite seiner Möglichkeiten, die graduell verschieden ins Abstrakte und Poetische reichen.
So bietet Von Becher bis Blume ein weites und auch sehr abwechslungsreiches Spektrum unterschiedlicher Auffassungen, die sich so kontrastreich widersprüchlich wie erfrischend ungezwungen begegnen. Gezeigt werden über 150 Exponate, teils umfangreiche serielle Arbeiten von 22 Künstlerinnen und Künstlern, die die jüngere deutsche Photographie durch innovative Beiträge wesentlich geformt und nach wie vor großen Einfluss auf das künstlerische Medium haben.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch im Snoeck Verlag.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln,
Tel.: 0221/88895 300, www.photographie-sk-kultur.de, photographie@sk-kultur.de
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Rebecca Unz: Benni / Sensibelchen, 24.03.2019, © Rebecca Unz

Rebecca Unz – Kopfstudien
August-Sander-Preisträgerin 2020

voraussichtlich ab 4. Januar 2021

Den August-Sander-Preis erhält in diesem Jahr die junge österreichische Künstlerin Rebecca Unz (* 2000) für ihre Portraitreihe „Sensibelchen“, 2018–2019. Im Zentrum der digitalen Photographien stehen Gesichter von jungen Männern und Frauen aus dem musikalischen Umfeld von Hip Hop und Rap. Es sind Kopfstudien, modelliert durch eine besondere Lichtführung, die jedem Portrait seinen Platz in der Bildreihe zuweist: Eindrucksvoll verläuft die Serie Bild für Bild wie eine Tonleiter von einem warmen zu einem kalten Farbton und verstärkt so die Variationsbreite der von Rebecca Unz beobachteten Momente und Befindlichkeiten.
       In dieser anlässlich der Preisverleihung konzipierten Ausstellung werden über die prämierte Serie hinaus noch weitere Arbeiten gezeigt, die sich mit den unterschiedlichen Facetten der Portraitdarstellung, bis hin zu einer abstrakten Formanalyse, beschäftigen. Für Rebecca Unz birgt das Genre eine Vielzahl an Möglichkeiten, eine Person als komplexes Individuum künstlerisch zu reflektieren. Person wird hier auch aufgefasst als eine Projektionsfläche und der Einsatz verschiedener gestalterischer Mittel und deren spezifische Möglichkeiten betonen je eigene Aspekte. In ihrer Diplomarbeit an der Ortweinschule in Graz, wo sie die Klasse für Photographie & Multimedia Art besucht hat, ist sie am Beispiel des Rappers „Eloquent“ vielschichtigen Vorstellungswelten über dessen Person und Image nachgegangen.
      Rebecca Unz verwendet nicht nur das Medium der Photographie, auch die Zeichnung, ausgeführt in Bleistift oder in digitaler Umsetzung, gehört zu ihren künstlerischen Mitteln, mit deren Potenzial sie – sei es in naturalistischer oder in abstrakter Weise – souverän experimentiert. Bewusst verwischt sie die Grenzen der Erkennbarkeit der von ihr eingesetzten Techniken und fordert so die aufmerksame Wahrnehmung der Betrachter heraus.

Der August-Sander-Preis wurde 2018 zum ersten Mal von der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur ausgelobt, gestiftet von Ulla Bartenbach und Prof. Dr. Kurt Bartenbach. Mit dem Preis verbindet sich die Idee, junge zeitgenössische künstlerische Ansätze in Reaktion auf die sachlich-konzeptuelle Photographie zu fördern, mit dem besonderen Schwerpunkt auf dem menschlichen Portrait.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln,
Tel.: 0221/88895 300, www.photographie-sk-kultur.de, photographie@sk-kultur.de

Ausstellungshinweis extern:

FLUSSLANDSCHAFTEN

Photographien von Bernd & Hilla Becher, Laurenz Berges, Andreas Gursky, Axel Hütte, Bernard Langerock, August Sander, Josef Schulz

im Kunstarchiv Kaiserswerth, Düsseldorf

3. Oktober 2020 – 28. März 2021

BIS ENDE NOVEMBER AUFGRUND DER CORONA-PANDEMIE GESCHLOSSEN.


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On Tour:

Boris Becker – Hochbunker. Photographien von Architekturen und Artefakten

ab 18. Juli 2020 zu sehen im Saarlandmuseum, Moderne Galerie, Saarbrücken

BIS ENDE NOVEMBER AUFGRUND DER CORONA-PANDEMIE GESCHLOSSEN.

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