Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Aktuell
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Boris Becker: Hamburg, Löwenstraße, 1987, © Boris Becker, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Boris Becker – Hochbunker
Photographien von Architekturen und Artefakten

6. September 2019 bis 9. Februar 2020

Erstmals wird die von Boris Becker zwischen 1984 und 1990 erarbeitete Reihe der „Hochbunker“ in einer Werkschau ausführlich vorgestellt. Der Künstler hat sein Archiv der Bunker-Aufnahmen gesichtet und aus gegenwärtiger Perspektive reflektiert. Ein die Ausstellung begleitendes Archivbuch dokumentiert den Bestand in zahlreichen Abbildungen.
Entstanden sind die Photographien in über 40 deutschen Städten. Die Aufnahmen führen einerseits in das düstere Kapitel des Zweiten Weltkriegs; andererseits in die Zeit der 1980er-Jahre, denn der Photograph reflektiert in seinen Bildern auch die neuen Nutzungen der Bunker-Bauten in der Nachkriegszeit. So betrachtet Becker die Bauten in ihrem zumeist städtischen Umfeld, er bezieht angrenzende Häuser, Straßenzüge, parkende Autos oder etwa angebrachte Plakatierungen und Beschriftungen mit in die Bildkomposition ein. Mittels Schwarzweiß- und Farbphotographie lotet er die unterschiedlichen Bauformen aus, bildet Oberflächenstrukturen und Details ab.
         Die Erarbeitung der Bunker-Reihe fällt in die Studienzeit von Boris Becker an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd Becher. Damit ist eine stilistisch-methodische Charakteristik angesprochen, die sich durch eine möglichst neutrale, detailgenaue und authentische Darstellung der Motive auszeichnet, ebenso wie durch die Gestaltung von künstlerisch und historisch bedeutenden Bildreihen mit archivarischem Charakter. Während die von Bernd und Hilla Becher photographierten Konstruktionen der Industrie vielfach ihre Funktion transparent machen, ist bei den von Becker abgelichteten Bunkern oftmals das Gegenteil der Fall. Speziell die Luftschutzbunker waren darauf angelegt, ihre Funktion zu verschleiern. Man bediente sich architektonischer Tarnungen und gab Bunkern etwa das Aussehen eines Wohnhauses, einer Kirche oder einer Festung. Für den Künstler stellte sich an dieser Stelle die Frage, wie sehr visuelle Wahrnehmung vom subjektiven Standpunkt und äußeren Einflüssen geleitet wird. Und wie kongruent ist das Erscheinungsbild eines Objektes mit seiner „Natur“ und wie kann dieser geheimnisvollen Interferenz zwischen Wirklichkeit(sbild) und Rezeptionsmöglichkeit begegnet werden? Diese kursierend reflexive Betrachtungsweise ist für Boris Becker ein zentraler künstlerischer Parameter, dem er anhand unterschiedlicher Motivkreise in seinem Werk nachgegangen ist. Die aktuelle Ausstellung kommt dem nach und bezieht beispielsweise jüngere farbige Großformate ein, die sich dem Sujet formal und assoziativ anschließen, sein Interesse an Geschichtsthemen und manifesten Bauformen unterstreichen.

Die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Saarlandmuseum – Moderne Galerie, ist Kooperationspartner und zweite Station der Ausstellung.

Das Projekt entstand mit freundlicher Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland.

Eröffnung am Donnerstag, 5. September 2019, 19 Uhr

 

 

 

Sonderveranstaltungen zur Ausstellung "Boris Becker – Hochbunker":

Do. 12.9., 19 Uhr
Kuratorinnenführung mit Claudia Schubert

Do. 14.11., 19 Uhr
Künstlergespräch mit Boris Becker und Gabriele Conrath-Scholl

So. 17.11.2019 und So. 26.1.2020, 11 Uhr
Führung durch den Hochbunker
Körnerstr. 101, Köln (Anmeldung erforderlich)

Fr. 22.11., 18.30 Uhr
DPGh_Fokus: Führung für Mitglieder der DGPh

Do. 12.12., 19 Uhr
Vortrag von Dr. Elke Purpus "Bunkerbilder – zwischen Inszenierung und Dokumentation"

Fr. 31.1.2020, 18.30 Uhr
Führung für Mitglieder und Gäste der Fördergesellschaft


Anmeldungen und weitere Informationen unter Tel.: 0221/88895300, photographie@sk-kultur.de

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Buchpremiere, Signierstunde und Künstlergespräch

Do. 26.9., 19 Uhr

Andreas Mader: "Die Tage Das Leben 1988–2018"

Immer wieder hat der Photograph ihm nahestehende Freunde und Familien einfühlsam portraitiert. Über die Jahre ist so eine verdichtete visuelle Erzählung über Nähe und Vertrauen, über Veränderung und Neubeginn, über Partnerschaften, Kinder, das Erwachsen- und Älterwerden entstanden.
Andreas Mader wird ausgewählte Originalphotographien aus seinem Langzeitprojekt vorstellen ebenso wie das 2019 erschienene Buch (Edition Fotohof, Salzburg).

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Öffentliche Führungen:

An jedem Sonntag während der Laufzeit der Ausstellungen, um 15 Uhr,
ohne Voranmeldung, Treffpunkt an der Ausstellungskasse (Eintritt + 2 Euro)

Studenten für Studenten
Do. 24.10. und Sa. 2.11., 17 Uhr

Das Führungsprogramm wird von der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung unterstützt.

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Veranstaltungen für Kinder:

Die Photo-Detektive...
Wir entdecken eine Ausstellung
Für Kinder von 6–10 Jahren

Die nächsten Termine:
Sa. 28.9
Sa. 9.11.
Sa. 7.12, immer von 15–16.30 Uhr
Kosten inkl. Eintritt € 7,00

mit Verena Günther
....»» weitere Informationen

Darüber hinaus sind individuelle Buchungen für Kindergruppen möglich, Infos unter
Tel.: 0221/88895300.

Bernd & Hilla Becher
Kohlebunker

Kunstarchiv Kaiserswerth
8. März bis 1. September 2019

verlängert bis 22. September 2019!

Öffnungszeiten Sa, So, 14–18 Uhr

...»» weitere Informationen

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Neuerscheinung:

August Sander: Antlitz der Zeit
60 Fotos deutscher Menschen

Einleitung von Alfred Döblin
mit gesammelten Rezensionen 1929–1933

Hrsg. Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln, zusammengestellt und bearbeitet von Gabriele Conrath-Scholl und Claudia Schubert, Schirmer/Mosel, 2019

248 Seiten, 60 Duotone-Tafeln und 32 Abbildungen, ISBN 978-3-8296-0865-7, Preis: 39,80 €

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Kinderführungen

Öffnungszeiten und Eintritt

Während der Laufzeit ist die Ausstellung täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen
Eintritt 5,50 € (erm. 3,00 €)
An jedem ersten Montag im Monat freier Eintritt!