Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Henry Wessel
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Herny Wessel: Walapai, Arizona, 1971, © Henry Wessel

Henry Wessel

Von Beginn an ist das Werk von Henry Wessel (1942–2018) durch sein Interesse am amerikanischen Lebensraum geprägt, mit einem besonderen Fokus auf dem Westen der USA. Seine frühen Zielsetzungen, die er 1971 anlässlich eines Guggenheim Stipendiums formulierte, behielten für sein weiteres Schaffen, in dem die sachlich abbildende Funktion der Photographie im Vordergrund steht, Gültigkeit. Das Thema, mit dem er sich für das Stipendium bewarb, sollte „Eine photographische Dokumentation der amerikanischen Highways und die angrenzende Landschaft“ betreffen und Anlass geben, die Möglichkeiten der visuellen Wahrnehmung in der Auseinandersetzung mit den sich regional verändernden Landschaftsgegebenheiten zu erforschen, die Beziehungen von Objekten im Landschaftsbild auszuloten und den Wandel der Dinge unter Einfluss verschiedener Lichtquellen, so unter anderem von Autoscheinwerferlicht, genauer via Photoapparat zu beobachten. Auch das Arbeitsgebiet, das er 1978 für sein zweites Guggenheim-Stipendium formulierte, hatte vergleichbaren Gehalt: „Eine photographische Dokumentation von Kalifornien mit besonderer Betonung der zeitgenössischen Alltagskultur, wie sie sich im aktuellen Aussehen der Menschen, den Orten und Dingen in der Kulturlandschaft manifestiert.“
Als er 1969 erstmals nach Kalifornien kam, hat ihn die besondere visuelle Kraft und Aura des Lichtes außerordentlich fasziniert und bis heute nicht mehr losgelassen. Er beschreibt seinen ersten Eindruck bei der Ankunft in Los Angeles wie folgt: „Ich ging aus dem Flughafen geradewegs hinein in einen jener klaren, scharfkantigen Januartage. Das Licht hatte eine nahezu körperliche Präsenz; es schien, als ob man sich daran anlehnen könnte. Die langen Schatten, die die axialen Sonnenstrahlen hervorriefen, zerschnitten die Landschaft, beleuchteten die Gesichter wie mit einem Kamerablitz – jede Oberfläche detailliert und differenziert.“ Mit dieser aufmerksamen Wahrnehmung verknüpfen sich fortan seine bevorzugten Motive wie die für dort typische wüstenähnliche und weitläufige Landschaft, die allgemein verbreiteten Architekturen und Straßen der Wohngebiete, aber auch die sonnigen Gärten der Häuser mit ihren Bepflanzungen, Zäunen und Terrassen sowie Szenerien, die er während Paraden oder am Strand eingefangen hat. Die vielfach auf einfache, leise und leicht zu übersehende Begebenheiten gerichteten Photographien Henry Wessels zeugen von seiner Intuition und treffsicher visuellem Gespür, die Dinge formal überzeugend, beschwingend wie poetisch abzubilden.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur präsentierte 2007 die erste umfangreiche Einzelausstellung des Künstlers in Europa, im Sammlungsbestand befinden sich 10 ausgewählte Motive aus seinem Werk.

Eine erste Einzelausstellung von Wessel überhaupt fand 1973 im Museum of Modern Art in New York statt. Er war neben Robert Adams, Lewis Baltz, Bernd und Hilla Becher und anderen einer der Teilnehmer an der bedeutenden Ausstellung New Topographics, die 1975 im George Eastman House in Rochester stattgefunden hat. Die Lehrtätigkeit von Henry Wessel am San Francisco Art Institute erstreckte sich insgesamt über drei Jahrzehnte.

Literatur:

Henry Wessel, Jr., Grossmont College Art Gallery, Text Ben Lifson, 1976; Henry Wessel, Rena Bransten Gallery, Text Bill Berkson, San Francisco 2000; Henry Wessel. Nightwalk, Essays Claudine Isé, David Wing, Hyde Gallery und Crossmont College, 2000; Henry Wessel, Werkausgabe in fünf Bänden, Göttingen: Steidl, 2006; Henry Wessel, Hrsg. Thomas Zander, Texte Sandra S. Phillips, Georg Imdahl, Göttingen: Steidl, 2007.

Sonderveranstaltungen zur Ausstellung "Boris Becker – Hochbunker":

Do. 12.9., 19 Uhr
Kuratorinnenführung mit Claudia Schubert

Do. 14.11., 19 Uhr
Künstlergespräch mit Boris Becker und Gabriele Conrath-Scholl

So. 17.11.2019 und So. 26.1.2020, 11 Uhr
Führung durch den Hochbunker
Körnerstr. 101, Köln (Anmeldung erforderlich)

Fr. 22.11., 18.30 Uhr
DPGh_Fokus: Führung für Mitglieder der DGPh

Do. 12.12., 19 Uhr
Vortrag von Dr. Elke Purpus "Bunkerbilder – zwischen Inszenierung und Dokumentation"

Fr. 31.1.2020, 18.30 Uhr
Führung für Mitglieder und Gäste der Fördergesellschaft


Anmeldungen und weitere Informationen unter Tel.: 0221/88895300, photographie@sk-kultur.de

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Buchpremiere, Signierstunde und Künstlergespräch

Do. 26.9., 19 Uhr

Andreas Mader: "Die Tage Das Leben 1988–2018"

Immer wieder hat der Photograph ihm nahestehende Freunde und Familien einfühlsam portraitiert. Über die Jahre ist so eine verdichtete visuelle Erzählung über Nähe und Vertrauen, über Veränderung und Neubeginn, über Partnerschaften, Kinder, das Erwachsen- und Älterwerden entstanden.
Andreas Mader wird ausgewählte Originalphotographien aus seinem Langzeitprojekt vorstellen ebenso wie das 2019 erschienene Buch (Edition Fotohof, Salzburg).

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Öffentliche Führungen:

An jedem Sonntag während der Laufzeit der Ausstellungen, um 15 Uhr,
ohne Voranmeldung, Treffpunkt an der Ausstellungskasse (Eintritt + 2 Euro)

Studenten für Studenten
Do. 24.10. und Sa. 2.11., 17 Uhr

Das Führungsprogramm wird von der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung unterstützt.

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Veranstaltungen für Kinder:

Die Photo-Detektive...
Wir entdecken eine Ausstellung
Für Kinder von 6–10 Jahren

Die nächsten Termine:
Sa. 28.9
Sa. 9.11.
Sa. 7.12, immer von 15–16.30 Uhr
Kosten inkl. Eintritt € 7,00

mit Verena Günther
....»» weitere Informationen

Darüber hinaus sind individuelle Buchungen für Kindergruppen möglich, Infos unter
Tel.: 0221/88895300.

Bernd & Hilla Becher
Kohlebunker

Kunstarchiv Kaiserswerth
8. März bis 1. September 2019

verlängert bis 22. September 2019!

Öffnungszeiten Sa, So, 14–18 Uhr

...»» weitere Informationen

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Neuerscheinung:

August Sander: Antlitz der Zeit
60 Fotos deutscher Menschen

Einleitung von Alfred Döblin
mit gesammelten Rezensionen 1929–1933

Hrsg. Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln, zusammengestellt und bearbeitet von Gabriele Conrath-Scholl und Claudia Schubert, Schirmer/Mosel, 2019

248 Seiten, 60 Duotone-Tafeln und 32 Abbildungen, ISBN 978-3-8296-0865-7, Preis: 39,80 €

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Kinderführungen

Öffnungszeiten und Eintritt

Während der Laufzeit ist die Ausstellung täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen
Eintritt 5,50 € (erm. 3,00 €)
An jedem ersten Montag im Monat freier Eintritt!