Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Ruth Hallensleben
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Ruth Hallensleben: SAG Geisweid, Reparaturen an Hochofengasleitungen, 1950, © Fotoarchiv Ruhr Museum Essen

Ruth Hallensleben (1898-1977)

Ruth Hallensleben, ausgebildete Erzieherin und mehrere Jahre in diesem Beruf tätig, absolvierte bei der bekannten Kölner Portraitphotographin Elsbeth Gropp von 1930 bis 1932 eine photographische Lehre. 1934, im Jahr der Eröffnung ihres Studios im Hansahochhaus in Köln, veröffentlichte Hallensleben erste Aufnahmen in der Zeitschrift der Vereinigten Stahlwerke AG, Düsseldorf, Das Werk, weitere umfangreiche Aufträge von Industriebetrieben folgten. Zwar wird die Industriephotographie ihre Haupteinnahmequelle, aber sie ist im Fach des Portraits und der Landschaft nicht weniger erfolgreich. Als aufgrund der Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg die Lage in Köln ab 1942/43 zunehmend unsicher wird, siedelt Ruth Hallensleben nach Wiehl ins Bergische Land über. Ihre photographische Arbeit kann sie nur noch bedingt fortsetzen. Nach dem Krieg gelingt es ihr schnell, ihre wirtschaftliche Situation zu stabilisieren, nicht zuletzt durch ihre guten Kontakte zur Industrie, die sie schon nach der Währungsreform 1948 wieder mit Aufträgen versorgt.

Der Gesamtnegativbestand und ein großes Konvolut an Abzügen zum Thema der Industrie befindet sich im Ruhr Museum Essen. Über die Nichte von Ruth Hallensleben, die Photographin Lotte Laska, und ihre Erben gelangte ein großes Konvolut des photographischen Nachlasses als Schenkung in den Bestand der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur. Mehrere Tausend Abzüge sowie einzelne Diapositive, Negative und Dokumente aus dem privaten Umfeld der Photographin spiegeln das breite Themenspektrum, dem sich Hallensleben widmete. Beispiele ihrer gesamten Schaffenszeit von den 1930er- bis in die 1970er-Jahre ermöglichen einen einzigartigen Einblick in die produktive künstlerische Umsetzung verschiedenster Sujets. Bekannt wurde Hallensleben vor allem durch ihre Auftragsarbeiten für Bergbau und Schwerindustrie, wovon bereits vor der Übereignung des Teilnachlasses durch Familie Laska verschiedene Beispiele als Ankauf oder Geschenk anderer Provenienz in die Sammlung gelangten. Nun jedoch ist die gesamte Bandbreite ihrer Werke in der Sammlung vertreten. So beeindrucken Hallenslebens Landschaftsaufnahmen durch feines Gespür für die Wiedergabe unterschiedlicher regionaler Eigenheiten, die Architektur- und Sachaufnahmen überzeugen durch kompositorische Klarheit und Sinn für Materialität und ihre Porträts spiegeln eine starke Nähe zu den abgebildeten Personen und eine Auseinandersetzung mit deren Lebensumfeld.

Biographie:

1898              geboren in Köln
1915-1923     tätig als Erzieherin
1930-1933     Lehre bei der Kölner Photographin Elsbeth Gropp
1934              Eröffnung des ersten eigenen Photostudios in Kölner Hansahochhaus
1935              erster Industrieauftrag von der Vereinigte Stahlwerke AG, Düsseldorf
1936              berufenes Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner
1938              Beginn der Arbeit für den auf Firmenmonographien spezialisierten
                      Verlag Hoppenstedt/Darmstadt
1943              Umzug von Köln nach Wiehl ins Bergische Land
1945              vergräbt am Ende des Zweiten Weltkriegs ihr photographisches Material
                      zum Schutz in drei Kisten
1948              nimmt die Arbeit als Photographin wieder auf
1950er           Auftragsarbeiten unter Tage
1954              erster in Farbe ausgeführter Industrieauftrag
1961              Umzug von Wiehl nach Wuppertal
1971              Berufung in Deutsche Gesellschaft für Photographie
1972              letzter photoraphischer Auftrag
1977              Ruth Hallensleben stirbt in Köln
1989              der Nachlass geht an das Ruhrlandmuseum in Essen

Literatur:

Ruth Hallensleben. Frauenarbeit in der Industrie. Fotografien aus den Jahren 1938–1967, Hrsg. Ursula Peters, Berlin: Dirk Nishen Verlag, 1985 (Das Foto-Taschenbuch 2); Belichtete Geschichte. Die Fotografin Ruth Hallensleben im Oberbergischen Land, Hrsg. Thomas Schleper, Gudrun Sievers-Flägel, Gummersbach, 1993.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur würdigt Gerd Sander....»»

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Ausstellungshinweis extern:

BERND & HILLA BECHER
PHOTO & DRUCKGRAPHIK


Eine Ausstellung von Max Becher in Kooperation mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln

im Kunstarchiv Kaiserswerth, Düsseldorf

Laufzeit: 12. Juni bis 19. Dezember 2021

Eröffnung: Freitag, 11. Juni, 15–21 Uhr


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Aufruf an Absolventinnen und Absolventen von Kunsthochschulen oder Berufsanfänger mit einer mindestens dreijährigen professionellen Praxis:

Mentorentätigkeit von
Martin Rosswog

zum Thema

"Dokumentarphotographie als
Form der Kunst"

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Werfen Sie einen Blick in unsere
aktuelle Ausstellung

VON BECHER BIS BLUME

Bitte klicken Sie auf diesen Link...»»

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Die Photographische Sammlung/
SK Stiftung Kultur bei

NEXT! Festival der jungen Photoszene

Unser Angebot für Kinder...»»

Unser Angebot für Jugendliche...»»

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Ensemblemitglieder des WDR Symphonieorchersters waren bei uns in der Ausstellung VON BECHER BIS BLUME
und haben die Räume für ein exklusives Kammerkonzert genutzt. 

Sehen und hören Sie zu...»»

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Online-Symposium

Photographische Archive im künstlerischen Kontext

Denkanstöße und Grundlagenforschung
zur Förderung von Netzwerken und Kooperationen im Rheinland und Ruhrgebiet

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Youtube-Link 25.2.

Youtube-Link 26.2.

Download Programm und Infos zu den ReferentInnen

Zum Fragenkatalog zur Befragung deutscher Institutionen, die mit photogaphischen Sammlungen und Archiven betraut sind...»»

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je € 21,00, signiert, Auflage 50, aus nachhaltig produzierter Baumwolle
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Edition und Publikation können per E-Mail gerne bei uns bestellt werden: photographie@sk-kultur.de

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