Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Hans Eijkelboom
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Hans Eijkelboom: Ode an August Sander, 1981, © Hans Eijkelboom

Werke aus der Sammlung

Hans Eijkelboom: Ode an August Sander, 1981

Eine individuelle und seinerzeit aktuelle Reflexion von August Sanders Kulturwerk „Menschen des 20. Jahrhunderts“ hat Hans Eijkelboom 1981 in seiner vielteiligen Arbeit Ode an August Sander umgesetzt. Fragen zur Entwicklung und Existenz von Ideal- und Vorstellungsbildern ebenso wie zur Urteilsfindung und Kategorisierung von Wirklichkeitsphänomenen standen im Hintergrund seiner photographischen Feldforschung. Ode an August Sander entstand in mehreren Schritten: In seinem damaligen Wohnort Arnheim hat Eijkelboom Bürger auf der Straße nach Unterscheidungsmerkmalen befragt, nach denen sie Menschen in ihrer Verschiedenheit unterteilen würden. Die jeweils formulierten Kategorien benennen etwa „Menschen vom Lande“, „Tagesausflügler“ oder „Halbstarke“, aber auch Eigenschaften wie „aufgeweckt“, „resolut“ oder „aggressiv“. Zusammen mit der befragten Person hat sich der Künstler dann auf den Weg gemacht, um entsprechende Personen zu finden und zu photographieren. Die so entstandenen Portraits hat Hans Eijkelboom in Tableaus angeordnet und auch eine Abbildung desjenigen einbezogen, auf den die Kategorien zurückgehen. Dabei photographierte er die von ihm befragten Bürger eher im Stil Sanders in natürlicher, ruhig eingenommener Pose, während er für die im Straßenbild bemerkten Typen die schnappschussartige Momentaufnahme verwandte.
    Humorvoll, geradezu schwerelos brachte Eijkelboom mit Ode an August Sander das offene Bezugs- und Bedeutungssystem von jedermann/jederfrau zum Vorschein, das, quasi als Raster und Orientierungshilfe erstellt, Anhaltspunkte zur Einschätzung der Umgebung liefert, aus kritischer Distanz betrachtet jedoch als irrational und situationsbedingt erscheint. Die jeweils kurzen Merkmalkataloge stellen sich als subjektive Optionen unter vielen anderen dar; als Aspekte, die zeitgleich und -versetzt in der Gesellschaft zur Wirkung kommen können.

Die Arbeit Ode an August Sander von Hans Eijkelboom wurde mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur, Köln e.V., und ihrer Mitglieder angekauft.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln

Um Gesundheitsrisiken durch Covid-19 möglichst abzuwenden, haben wir ein Online-Ticketing eingerichtet. Unter www.sk-kultur.de können Tickets für den Besuch der Ausstellungen gebucht werden. Die Besucher- und Teilnehmerzahl ist begrenzt, die erforderlichen Infektions-schutzmaßnahmen (Schutzmaske und Mindestabstand) bitten wir zu berücksichtigen.

Öffentliche Führungen

Jeden Sonntag, 15 Uhr
begrenzte Teilnehmerzahl,
Buchung unter www.sk-kultur.de


Studenten für Studenten

Dienstag, 3. November, 17 Uhr
nur Führungsgebühr 2,00 €, Eintritt frei,
max. 10 Personen
Buchung unter www.sk-kultur.de

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Symposium am 11. und 12. Dezember 2020

Photographische Archive im kulturellen und künstlerischen Kontext im Rheinland und im Ruhrgebiet

Denkanstöße und Grundlagenforschung zur Förderung von Netzwerken und Kooperationen

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Ausstellungshinweis extern:

FLUSSLANDSCHAFTEN

Photographien von Bernd & Hilla Becher, Laurenz Berges, Andreas Gursky, Axel Hütte, Bernard Langerock, August Sander, Josef Schulz

im Kunstarchiv Kaiserswerth, Düsseldorf

3. Oktober 2020 – 38. März 2021

Geöffnet Sa und So 14–18 Uhr. Bitte beachten Sie die erforderlichen Hygienemaßnahmen.


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On Tour:

Boris Becker – Hochbunker. Photographien von Architekturen und Artefakten

ab 18. Juli 2020 zu sehen im Saarlandmuseum, Moderne Galerie, Saarbrücken

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