Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Joachim Brohm
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Joachim Brohm: Ohne Titel, 1980, aus der Serie Kleingärten, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2020

Werke aus der Sammlung


Joachim Brohm: Ohne Titel, 1980, aus der Serie Kleingärten

Die Photographie von Joachim Brohm (*1955) zeigt ein kleines, rot gefliestes Haus mit Spitzdach, zu dem ein aus Steinplatten angelegter Weg führt. Der Weg durchquert eine Rasenfläche. Es handelt sich um eines der typischen Schrebergartenensembles, wie sie oftmals an den Peripherien von größeren Städten zu finden sind: ein Nutzgebäude auf einer dazugehörigen Parzelle. Insbesondere das Ruhrgebiet, wo Brohm diese Aufnahme als Teil seiner Serie Kleingärten erarbeitet hat, weist eine Vielzahl dieser Gartenkolonien auf. Der Photograph hat die Aufnahme wohl im Winter bei kühlem, streuendem Licht gemacht, die Bäume tragen kein Laub, der Himmel ist bedeckt. Kompositorisch fächert sich das Bild in mehrere Farbflächen auf, der Photograph beweist einen souveränen künstlerischen Zugriff auf vorgefundene farbliche Strukturen. Er zählt zu den ersten Photographen in Deutschland, die in den 1980er-Jahren zur Farbphotographie griffen. Damals wurde die Farbphotographie hinsichtlich ihrer künstlerischen Relevanz noch intensiv diskutiert. Sah man diese doch nach wie vor eher dem angewandten Bereich – etwa der Werbung – zugehörig als den Bereichen der Bildenden Kunst. Innerhalb dieser innovativ geführten Diskussionen kam der Folkwang-Universität in Essen eine zentrale Rolle zu, dem Studienort von Joachim Brohm zwischen 1977 und 1983. Die Kleingärten fallen in seine Studienzeit und stehen im Kontext seiner frühen Entscheidung, die alltägliche und zugleich eigenwillig gestaltete Welt der Menschen im Ruhrgebiet mit den Mitteln der Farbphotographie zu erforschen, möglichst klischeefrei, möglichst wahr. Bei aller Zurückhaltung in der Bildsprache sagt das über den sozialen Sensus des Künstlers ebenso viel aus wie über seine Begeisterung für Dinge, die mit sparsamen Mitteln, aus einer gewissen Notwendigkeit heraus, zufällig oder improvisiert entstehen; Dinge, die eine sperrige, etwas ruppige Schönheit jenseits allen glatten Perfektionismus in sich tragen.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln

ON TOUR:

Photographien von August Sander im
Centre Pompidou in Paris –

/ Allemagne / Années 1920 / Nouvellle Objectivité / August Sander

11. Mai bis 5. September 2022

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Zur Ausstellung Photographische Konzepte und Kostbarkeiten bieten wir über unsere öffentlichen Sonntagsführungen (15 Uhr) hinaus ein umfangreiches Begleitprogramm an.

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ENTFÄLLT: Künstlerpräsentation 19. Mai –
August Sander und Gerhard Fleischer...»»

Künstlerpräsentation 24. Mai –
Neue Arbeiten von Martin Rosswog...»»

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August-Sander-Preis 2022

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Unsere Ausstellung ist täglich von
14–19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen. Eintritt 6,50 €, erm. 4,00 €.

Wir bitten wir um Tragen einer medizinischen Schutzmaske und um Einhaltung der Mindestabstände.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Die Photo-Detektive sind wieder Geheimnissen in der Ausstellung auf der Spur –

wenn ihr zwischen 6 und 10 Jahren alt seid, gerne etwas über Photographien und Bilder erfahren und auch selbst welche machen möchtet, dann kommt zu unseren Kinderführungen.

Auch in unserer nächsten Ausstellung sind die Photo-Detektive wieder unterwegs. Dieses Mal in einem Zauberwald!

Nächster Termin:
Samstag, 14. Mai 2022, 15 Uhr

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Ausstellungshinweis extern:

Kulturlandschaft Niederrhein –
Düsseldorf Rheinhafen
Photographien von
August Sander und
Bernd und Hilla Becher


Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Kooperation mit dem Studio Bernd & Hilla Becher und der Landeshauptstadt Düsseldorf

im Kunstarchiv Kaiserswerth, Düsseldorf

Laufzeit: 15. Januar bis 29. Mai 2022


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DEUTSCHES FOTOINSTITUT:

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur kooperiert mit der Stadt Düsseldorf und dem DFI e. V., um die Fotokunst gemeinsam zu stärken.

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