Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Christian Borchert
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Christian Borchert: Familie Enderlein (Archäologe, Ärztin-die Kinder: Studentin Germanistik, Student Malerei, Kunsthistoriker, Offsetdrucker/Schüler) Berlin-Pankow, 1993, © SLUB / Deutsche Fotothek, Christian Borchert

Christian Borchert

Nach einer Ausbildung zum Ingenieur der Kopierwerktechnik und seiner 1967 absolvierten Facharbeiterprüfung zum Photographen, arbeitete Christian Borchert eine Zeit lang als Photoreporter. 1975 fasste er den Entschluss, als freischaffender Photograph tätig zu werden. Ein erstes wichtiges Projekt in den folgenden Jahren war beispielsweise die photographische Dokumentation des Wiederaufbaus der Semperoper in seiner Heimatstadt Dresden, an der er von 1977 bis 1985 arbeitete.
Ein weiteres bedeutendes Vorhaben hat Christian Borchert der Darstellung von unterschiedlichen Familien gewidmet, wofür ihm der Kulturbund der DDR 1983/84 eine Förderung zukommen ließ. Zehn Jahre später, 1993/94, gewährte ihm der Kunstfonds Bonn ein Arbeitsstipendium, das es ihm ermöglichte, das Thema erneut aufzugreifen. In diesen zehn dazwischenliegenden Jahren hatte sich in Deutschland historisch Entscheidendes ereignet. 1989 wurde das Ende der DDR besiegelt und die Wiedervereinigung von Ost und West folgte. Für jeden einzelnen, in beiden Teilen Deutschlands, hatte dies mehr oder weniger spürbare Konsequenzen, die sich in wirtschaftlichen wie sozialen Verhältnissen zeigten. Alle diese Aspekte sind für die Familienportraits Borcherts von Relevanz und gerade im Vergleich der vor und nach der Wende entstandenen Bilder liegt ein besonderer Erkenntniswert, der über eine Untersuchung innerfamiliärer Beziehungsstrukturen hinausweist und jede Aufnahme zu einer Studie zwischen Zeitanalyse und psychologischer Ausleuchtung werden lässt.

Biographie

1942              geboren in Dresden
1960-1963     Studium der Kopierwerktechnik, Ingenieursschule für Filmtechnik
                      in Potsdam-Babelsberg
1967              Photographenfacharbeiterprüfung
1970-1975     Bildreporter bei der Neuen Berliner Illustrierten, anschließend
                      freischaffender Photograph
1971-1974     Fernstudium der Photographie an der Hochschule für
                      Grafik und Buchkunst Leipzig
1977-1985     Photographische Dokumentation des Wiederaufbaus der
                      Semperoper, Dresden
1978              Erarbeitet zahlreiche Künstlerportraits als Auftragsarbeit für den
                      Verlag Der Morgen
1978-1980     Leitet die Galerie Berlin, eine auf Photographie spezialisierte Einrichtung
                      des Staatlichen Kunsthandels der DDR
1983-1984     Projekt Familienporträts
1985              Erarbeitet aus historischem Filmmaterial des Staatlichen Filmarchivs der
                      DDR und anderen Beständen eine Zusammenstellung von Stills zum
                      Thema Dresden, die 1990 in der Galerie Nord, Dresden, gezeigt wurde.
1993/1994     Weiterführung des Projekts Familienporträts
2000              Christian Borchert stirbt durch einen Badeunfall.

Einzelausstellungen (Auswahl)

Staatliche Kunstsammlung, Neubrandenburg (1987); Galerie Nord, Dresden (1990); Dresdner Stadtmuseum (1996); Galerie des Kulturamtes Pankow (1999); Galerie argus fotokunst, Berlin (2010); Deutsche Fotothek, Dresden, (2011), Salon von Rohnstock Biografien, Berlin (2016); Loock-Galerie, Berlin (2018); Kupferstichkabinett, Dresden (2019)

Publikationen (Auswahl)

Christian Borchert. Gruppenbilder und Künstlerporträts, Galerie Kunstsammlung Dresden, Dresden 1980; Semperoper Dresden–Bilder einer Baulandschaft, Dresden 1985; Christian Borchert. Berliner, Berlin: ex pose Verlag, 1986; Wahlverwandtschaften. Fotoporträts aus der DDR von Christian Borchert, Aspekte Galerie/Offene Akademie der Münchner Volkshochschule, München 1991; Dresden. Flug in die Vergangenheit, 1993; Zeitreise. Bilder einer Stadt, 1996; Christian Borchert. Fotografien von 1960 bis 1996, Hrsg. Jens Bove/Deutsche Fotothek, Sächsische Landesbibliothek, Dresden 2011; Familienporträts. Fotografien 1973–1993, Hrsg. Jens Bove und Mathias Betram, Leipzig: Lehmstedt Verlag, 2014; Christian Borchert. Tektonik der Erinnerung, Hrsg. Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Leipzig: Spector Books, 2019

Unsere aktuelle Ausstellung wird wieder von einem vielseitigen Führungs- und Veranstaltungsprogramm begleitet. Besuchen Sie unsere regelmäßigen öffentlichen Sonntagsführungen,
Start 15 Uhr.
Themenschwerpunkt am ersten Sonntag im Monat:

So., 4.12., 15 Uhr: Visual Trips durch Ost und West: Farbphotographien von Stephen Shore, Achim Riechers, Katja Stuke, Daido Moriyama

So., 8.1.2023: Amerika im Fokus: Beispiele einflussreicher Konzepte von William Christenberry, Lee Friedlander, Stephen Shore, Henry Wessel


Weitere Veranstaltungen:

So., 27.11., 17 Uhr: Themenführung für 18 bis 24jährige – Industrie und Landschaft. Zwei intuitive Gegensätze?
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Di., 13.12., 18 Uhr: Studierende für Studierende – Photographie als Archiv. Teilen und Sammeln in der Photographie. Von August Sander bis Stephen Shore
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Auch die Photo-Detektive sind wieder Geheimnissen auf der Spur –

wenn ihr zwischen 6 und 10 Jahren alt seid, gerne etwas über Photographien und Bilder erfahren und auch selbst welche machen möchtet, dann kommt zu unseren Kinderführungen.

Nächste Termine wieder im Frühjahr 2023.

Wir freuen uns auf euch!

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August-Sander-Preis 2022

Gewonnen hat...»»

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Zur Auswertung der Umfrage, die Deutsche Gesellschaft für Photographie und die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur initiiert und 2020/2021 durchgeführt haben. Befragt wurden bundesweit Institution, und mit photographischen Sammlungen und Archiven betraut sind.

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DEUTSCHES FOTOINSTITUT:

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur kooperiert mit der Stadt Düsseldorf und dem DFI e. V., um die Fotokunst gemeinsam zu stärken.

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ON TOUR:

Bernd und Hilla Becher im Metropolitan Museum of Art in New York –

15. Juli bis 6. November 2022

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