Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Cuny Janssen
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Cuny Janssen: London, England, aus: Finding Thoughts, 2005, © Cuny Janssen

Cuny Janssen (*1975)

Während im ersten Buch von Cuny Janssen, India (2002), noch ausschließlich Photographien von Kindern in Einzel- und Gruppenportraits zu sehen sind, verbindet die holländische Photographin in ihrer zweiten Publikation Portrait/Landscape, Macedonia die Genres Portrait und Landschaft. In Mazedonien, seit 1991 ein eigenständiger im Balkan gelegener Staat, wollte sie Portraits von Kindern aufnehmen, die in jungen Jahren schon mit Kriegstraumata zu kämpfen haben. Im Dialog mit den Landschaftsaufnahmen, die eine nahezu idyllisch anmutende bewaldete Bergregion mit Feldern, Wiesen und Seen zeigen, eröffnet sich eine universelle Dimension mit existentiellen Fragen nach den historischen und natürlichen Einflüssen, die auf den Menschen einwirken.
In der folgenden Publikation Finding Thoughts, 2005, führt Cuny Janssen diese Vorgehensweise weiter. Auch hier verbindet sie Portrait- und Landschaftsaufnahmen, allerdings nicht gebunden an eine bestimmte Region. Die sich im Bestand der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur befindliche Auswahl an Kinderportraits entstammt diesem Motivkreis. Es finden sich in Finding Thoughts Aufnahmen aus Mazedonien, dem Iran, aber auch aus Amsterdam, London, aus der Auvergne in Frankreich und aus Norwegen. Nicht zuletzt durch die im Buch aufgeführten Zitate etwa von Robert Adams sowie von Künstlern wie Man Ray, Marcel Duchamp oder Pipilotti Rist trägt dieses einen sehr individuellen Charakter. Für Cuny Janssen ist die Veröffentlichung ihrer Projekte in Buchform von großer Bedeutung, jede Publikation ist in Konzeption und Form auf das jeweilige Projekt abgestimmt.
Betrachtet man ihre seit 2002 erarbeiteten Serien fällt auf, dass die Photographin in unterschiedlichen Ländern und Regionen wie Mazedonien (2003), Iran (2004), Prince Albert, Südafrika (2005), Amami, Japan (2007 und 2008) oder in Oklahoma, USA (2010) gearbeitet hat. Während ihrer mehrwöchigen Aufenthalte lebt sie direkt mit den Menschen in deren Häusern oder Wohnungen, so dass sich nahe und unmittelbare Begegnungen ergeben können und sie einen tiefen Einblick in den Alltag und die Atmosphäre der Orte erhält.
Die Portraitaufnahmen von Cuny Janssen, die auch Jugendliche und Erwachsene einbeziehen, widmen sich jeder einzelnen Persönlichkeit mit großem Einfühlungsvermögen. Niemals dominiert eine direkte Aufforderung, zu viel von sich selbst, den eigenen Gefühlen, Erfahrungen und Stimmungen preiszugeben. Öffnet sich die Person dennoch, so spricht dies für das vertrauensvolle Miteinander, das Cuny Janssen über die Zeit aufgebaut hat. Ihre Aufnahmen von Landschaften und Natur bringen die Spezifika eines jeden Ortes näher und machen zugleich auf grundsätzliche, das menschliche Leben beeinflussende Faktoren aufmerksam.

Von 1996 bis 2000 hat Cuny Janssen an der Kunsthochschule in Utrecht, Niederlande, zunächst im Bereich Mode studiert, bevor sie zur Photographie wechselte. Wichtig für ihre künstlerische Entwicklung waren die Erfahrungen, die sie 1999 im Atelier von Thomas Struth in Düsseldorf gemacht hat, wo sie als Praktikantin tätig war.

Literatur:

India, Photographien und Text von Cuny Janssen, Gedicht von Ingmar Heytze, 2002;Portrait/Landscape, Macedonia, Text von Paul Andriesse, Köln: Schaden.com, 2004; Finding Thoughts, Text von Clare Grafik, The Photographers’ Gallery, London, 2005; There is Something in the Air in Prince Albert, Text von Craig McEwan, Köln: Snoeck Verlag, 2007; Amami, Text von sechs Kindern aus Amami, Köln: Snoeck Verlag, 2009; My Grandma Was A Turtle, Texte von Nicky Michael und Sybren Kuiper, Köln: Snoeck Verlag, 2010; I Don't Know Why, Text Jan Knops, SOS Kinderdörfer, 2012; Yoshino, Text Jos Vos, Köln: Snoeck, 2013; Blu, Texte Gabriele Conrath-Scholl, Patricia Pulles, Köln: Snoeck, 2015; There Was a Child Went Forth, Köln: Snoeck 2017

Öffnungszeiten der Ausstellungen zu Ostern: Geschlossen Karfreitag,
19. April, an den anderen Osterfeiertagen zu den regulären Zeiten geöffnet (20., 21. und 22. April, 14–19 Uhr). Öffentliche Führung am Ostersonntag, 15 Uhr.

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August Sander
Photographien aus Menschen des 20. Jahrhunderts

Palau de la Virreina, Barcelona
23. März bis 23. Juni 2019

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Bernd & Hilla Becher
Kohlebunker

Kunstarchiv Kaiserswerth
8. März bis 1. September 2019

Öffnungszeiten Sa, So, 14–18 Uhr

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Begleitprogramm zu den aktuellen Ausstellungen:

Demnächst:

Internationale Photoszene Köln:
Auftaktveranstaltung
Artist Meets Archive:
"Roselyne Titaud –
Die Hummer-Quadrille"

So. 5.5., 14 Uhr: Künstleri
nnengespräch und Buchpräsentation, Eintritt frei
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Kuratorinnenführungen:
Sa., 11.5., 17 Uhr
Do., 23.5., 18.30 Uhr
mit Gabriele Conrath-Scholl und
Claudia Schubert

Internationaler Museumstag:
So. 19.5., 11 bis 19 Uhr
13.30 Uhr und 15 Uhr: Öffentliche Führung
"Inspiration Natur: Photographische Werke von Karl Blossfeldt, Jim Dine und Roselyne Titaud", mit Inga Schneider, Eintritt frei

Talking & Pictures:
Do. 6.6., 19–21 Uhr: Austausch über Photographie

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Öffentliche Führungen:

An jedem Sonntag während der Laufzeit der Ausstellungen, um 15 Uhr,
ohne Voranmeldung, Treffpunkt an der Ausstellungskasse (Eintritt + 2 Euro)

Das Führungsprogramm wird von der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung unterstützt.

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Veranstaltungen für Kinder:

Die Photo-Detektive...
Wir entdecken eine Ausstellung
Für Kinder von 6–10 Jahren

Termine:
Sa., 25. Mai
Sa., 29. Juni
von 15–16.30 Uhr
Kosten inkl. Eintritt € 7,00

mit Verena Günther
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Darüber hinaus sind individuelle Buchungen für Kindergruppen möglich, Infos unter
Tel.: 0221/88895300.

Kinderführungen

Öffnungszeiten und Eintritt

Während der Laufzeit ist die Ausstellung täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen
Eintritt 5,50 € (erm. 3,00 €)
An jedem ersten Montag im Monat freier Eintritt!