Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Diane Arbus
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Diane Arbus (1923–1971)

Die Amerikanerin Diane Arbus zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Portraitphotographinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Aufnahmen haben international Generationen von Künstlern inspiriert und damit der Portraitphotographie entscheidende Impulse gegeben.
Für die in New York geborene Photographin blieb die Metropole Zeit ihres Lebens ihr bevorzugter Arbeits- und Wohnort, wenngleich sie beispielsweise das Jahr 1951 mit ihrem Ehemann, dem Photographen Allan Arbus, in Europa verbracht hatte. Gemeinsam mit ihm machte Diane Arbus in den 1940er- und 1950er-Jahren im Bereich der Modephotographie Karriere, zu ihren Auftraggebern gehörten führende Magazine wie Vogue oder Glamour.  Doch bald, unzufrieden und desillusioniert löste sie sich von der Branche und ging eigene künstlerische Wege.
Eine wichtige Rolle kommt hier der Photographin Lisette Model zu. 1956 besuchte Diane Arbus einen Kurs bei ihr in New York, ein zweiter folgte 1957. Durch Lisette Model, deren eigenes Werk berühmt ist für pointierte, wirklichkeitsnahe und genau beobachtete Portraits von Menschen auf den Straßen und Plätzen New Yorks, wurde Arbus auf ausgefallene Orte wie Huberts Museum mit seinen exzentrischen ‚Freak Shows’ aufmerksam. Sie entwickelte fortan ein besonderes Interesse für die Außenseiter der Gesellschaft – ihr künstlerisches Thema werden die Bewohner der Stadt, die weder in Aussehen noch Lebensweise den konventionellen Mustern der Gesellschaft entsprechen. Diese höchst individuellen Typen suchte sie gezielt, sei es in öffentlichen Räumen wie dem Central Park oder gar in geschlossenen psychiatrischen Anstalten. Dabei erstellte sie Portraits von großem Respekt und Ernsthaftigkeit, denen Voyeurismus wie flache Sensation fremd sind. Auf subtile Art und Weise gelang es Diane Arbus zudem, das Divergente, das Phänomen der Verstörtheit als substanzielle Befindlichkeit in sachlich-neutralen wie psychologisch dichten Portraits von scheinbar normalen Mitgliedern der amerikanischen Gesellschaft hervor scheinen zu lassen.

Biographie:

1923                Diane Arbus in New York City geboren
1941                Heirat mit dem Photographen Allan Arbus und Beginn der beruflichen
                        Zusammenarbeit im Bereich der Modephotographie
1946                Kurzzeitiges Studium bei Berenice Abbott an der New York School for
                        Social Research
ab 1947           regelmäßig Modephotographien für die Magazine Glamour, Vogue, Seventeen
1956/57/58      Studium bei Lisette Model, Diane Arbus wird durch sie in ihrem eigenen Stil
                        und Themenfindung bestärkt. Abwendung von der Modephotographie und
                        Arbeit an eigenen Projekten.
ab 1960           Diane Arbus entwickelt ein zunehmendes Interesse für Menschen, die
                        weder in Aussehen noch Lebensweise den konventionellen Mustern
                        entsprechen. Umfangreiche Portraitserien entstehen. Erste Publikationen
                        ihrer Bilder in der Zeitschrift Esquire.
1963                John Simon Guggenheim Memorial Fellowship
1965–1966      Dozentur an der Parsons School of Design, New York
1968–1969      Diane Arbus unterrichtet an der Cooper Union University, New York
1970–1971      Dozentur an der Rhode Island School of Design, Providence
1971                Diane Arbus nimmt sich das Leben.

Bibliographie:

Diane Arbus, New York 1972; Magazine Work 1960–1971, New York: Aperture, 1984; Patricia Bosworth: Diane Arbus. Leben in Licht und Schatten, München: Schirmer/Mosel, 1984; Jane Livingston: The New York School, New York 1992; Untitled. Diane Arbus, New York: Aperture, 1995; Diane Arbus. Revelations/Offenbarungen, München: Schirmer/Mosel, 2003; Diane Arbus. A Chronology, 1932–1971, London: Thames and Hudson, 2011.

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Ausstellungshinweise:

Bernd & Hilla Becher
Coal Mine Tipples –
Pennsylvanische Kleinbergwerke

Kunstarchiv Kaiserswerth
28. September 2019 bis 16. Februar 2020

Öffnungszeiten Sa, So, 14–18 Uhr

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Bernd & Hilla Becher: Industrial Visions

National Museum Cardiff, Wales
26. Oktober 2019 bis 1. März 2020

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Sonderveranstaltungen zur Ausstellung "Boris Becker – Hochbunker"


Dezember 2019:

Do. 12.12., 19 Uhr
Vortrag von Dr. Elke Purpus "Bunkerbilder – zwischen Inszenierung und Dokumentation"
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Januar 2020:

Zusatztermin wegen großer Nachfrage:
Do. 16.1., 19 Uhr
Künstlerführung durch die Ausstellung mit Boris Becker

So. 26.1. 11 Uhr
Führung durch den Hochbunker
Körnerstr. 101, Köln (Anmeldung erforderlich)
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Mo. 27.1., 19 Uhr
"Bunker im Film":
Der Himmel über Berlin, 1987, 127min,
von Wim Wenders
Filmpalette, Lübecker Str. 15, Köln

Fr. 31.1., 18.30 Uhr
Führung für Mitglieder und Gäste der Fördergesellschaft


Februar 2020:

Zusatztermin wegen großer Nachfrage:
So. 2.2., 11 Uhr
Führung durch den Hochbunker
Körnerstr. 101, Köln (Anmeldung erforderlich)
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Anmeldungen und weitere Informationen unter Tel.: 0221/88895300, photographie@sk-kultur.de

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Neuerscheinung:

Boris Becker. Bunker

Hrsg. Die Photographische Sammlung/
SK Stiftung Kultur, in Kooperation mit
dem Saarlandmuseum – Moderne Galerie, Saarbrücken, Snoeck Verlag, 2019, € 68
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Öffentliche Führungen:

An jedem Sonntag während der Laufzeit der Ausstellungen, um 15 Uhr,
ohne Voranmeldung, Treffpunkt an der Ausstellungskasse (Eintritt + 2 Euro)

Das Führungsprogramm wird von der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung unterstützt.

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Veranstaltungen für Kinder:

Die Photo-Detektive...
Wir entdecken eine Ausstellung
Für Kinder von 6–10 Jahren

Neue Termine ab März 2020!

Kosten inkl. Eintritt € 7,00

mit Verena Günther
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Darüber hinaus sind individuelle Buchungen für Kindergruppen möglich, Infos unter
Tel.: 0221/88895300.

Kinderführungen

Öffnungszeiten und Eintritt

Während der Laufzeit ist die Ausstellung täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen
Eintritt 5,50 € (erm. 3,00 €)
An jedem ersten Montag im Monat freier Eintritt!