Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Francesco Neri
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Francesco Neri: Fognano, 28.09.2009, aus der Serie Farmers, © Francesco Neri

Francesco Neri (*1982)


Der italienische Photograph Francesco Neri, der bei Guido Guidi an der Kunstakademie in Ravenna studiert hat, bevorzugt das Genre des Portraits, aber auch die Landschaft und die ausschnitthafte Betrachtung von Innenräumen sind für ihn von bildnerischem Interesse. Neri lebt in einem kleinen Ort in der Region Emilia-Romagna. Dies ist insofern von Bedeutung, als dass sich der Beginn vor allem seines Porträt-Werkes mit seiner unmittelbaren Umgebung verbindet. Die ländlich-bäuerliche Welt, die einen Teil seiner Kindheit und seines Familienlebens geprägt hat, schien Francesco Neri zunächst nicht von Relevanz für seine künstlerischen Ambitionen. Doch als er im Jahr 2007 mit ersten Portraitaufnahmen begann, war dies eine folgenreiche Entscheidung. „Als ich endlich mein Interesse auf die Menschen in meiner Umgebung richtete, fühlte ich mich regelrecht befreit. In gewisser Weise fand ich erst durch die Kamera Zugang zu meiner eigenen Realität“, reflektiert Neri rückblickend.
    Betrachtet man die seitdem entstandenen Porträt-Reihen – Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur zählt eine Auswahl aus „Farmers“ und an Frauenporträts zu ihrem Bestand – so fällt Francesco Neris sorgfältige und tiefgreifende Auseinandersetzung mit bildkompositorischen Elementen auf. Licht, Hintergrund- und Ausschnittwahl sind für ihn wesentlich und er ist sich sehr bewußt, dass es nur einer abweichenden Nuance bedarf und die Aussage eines Bildes ist verändert. Jedoch gelingt es dem Künstler intuitiv, zufällig hinzutretende Aspekte einzuschließen. Er lässt den Portraitierten genügend Raum, beobachtet die Körpersprache, die natürlich eingenommenen Posen und sucht den Blickkontakt. Der Hintergrund – ausschnitthaft, teils atmosphärisch unscharf aufgefasst – wirkt ruhig, die Figur unterstützend, aber zudem erzählerisch. Es ist gut nachvollziehbar, wenn Franceso Neri als Vorbilder nicht nur August Sander, Judith Joy Ross und Nicholas Nixon nennt, die wie er mit einer Großbildkamera arbeiteten, sondern auch die niederländischen Maler, die in ihren Gemäldekompositionen einen großen Sinn für die Relation von Raum und Figur entwickelt hatten.

Biografie

1982              geboren in Italien
                      Praktikum bei Magnum Photo Paris,
                      Studium an der Kunstakademie Ravenna bei Guido Guidi
2006              erhält RAM-Förderung der Gemeinde Ravenna für junge Künstler
2009              Workshop bei „Linea di Confine“ mit Tim Davis
2009-2019     IPC Strocchi
2009-2013    unterrichtet Photographie am Instituto Superiore di Faenza
2013-2019     unterrichtet an der Lugo Land Visiting School, Architectural Association,
                      London
2013-2019     Bard College, Lugo Land Residency Program
2014              Gastprofessor an der HGB Leipzig
2018              August-Sander-Preis


Einzelausstellungen

Galleria d’arte per la fotografia contemporanea, Lugo di Romagna (2006); Sala Fontanone, Faenza (2007); Palazzo Sforza, Cotignola (2007); Dove viviamo_1:1, Gallery Ninapi’, Ravenna (2010); IBC, The Pavilion de L’Esprit Nouveau, Le Corbusier, Bologna (2012); Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln (2017, 2018)

AUGUST-SANDER-PREIS 2020 ist ausgeschrieben!

Einreichungen sind ab sofort möglich

LINK ZUR AUSSCHREIBUNG
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Ausstellungshinweise:

Bernd & Hilla Becher
Coal Mine Tipples –
Pennsylvanische Kleinbergwerke

Kunstarchiv Kaiserswerth
28. September 2019 bis 16. Februar 2020

Öffnungszeiten Sa, So, 14–18 Uhr

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Bernd & Hilla Becher: Industrial Visions

National Museum Cardiff, Wales
26. Oktober 2019 bis 1. März 2020

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Sonderveranstaltungen zur Ausstellung "Boris Becker – Hochbunker"


Dezember 2019:

Do. 12.12., 19 Uhr
Vortrag von Dr. Elke Purpus "Bunkerbilder – zwischen Inszenierung und Dokumentation"
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Januar 2020:

Zusatztermin wegen großer Nachfrage:
Do. 16.1., 19 Uhr
Künstlerführung durch die Ausstellung mit Boris Becker

So. 26.1. 11 Uhr
Führung durch den Hochbunker
Körnerstr. 101, Köln (Anmeldung erforderlich)
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Mo. 27.1., 19 Uhr
"Bunker im Film":
Der Himmel über Berlin, 1987, 127min,
von Wim Wenders
Filmpalette, Lübecker Str. 15, Köln

Fr. 31.1., 18.30 Uhr
Führung für Mitglieder und Gäste der Fördergesellschaft


Februar 2020:

Zusatztermin wegen großer Nachfrage:
So. 2.2., 11 Uhr
Führung durch den Hochbunker
Körnerstr. 101, Köln (Anmeldung erforderlich)
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Anmeldungen und weitere Informationen unter Tel.: 0221/88895300, photographie@sk-kultur.de

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Neuerscheinung:

Boris Becker. Bunker

Hrsg. Die Photographische Sammlung/
SK Stiftung Kultur, in Kooperation mit
dem Saarlandmuseum – Moderne Galerie, Saarbrücken, Snoeck Verlag, 2019, € 68
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Öffentliche Führungen:

An jedem Sonntag während der Laufzeit der Ausstellungen, um 15 Uhr,
ohne Voranmeldung, Treffpunkt an der Ausstellungskasse (Eintritt + 2 Euro)

Das Führungsprogramm wird von der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung unterstützt.

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Veranstaltungen für Kinder:

Die Photo-Detektive...
Wir entdecken eine Ausstellung
Für Kinder von 6–10 Jahren

Neue Termine ab März 2020!

Kosten inkl. Eintritt € 7,00

mit Verena Günther
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Darüber hinaus sind individuelle Buchungen für Kindergruppen möglich, Infos unter
Tel.: 0221/88895300.

Kinderführungen

Öffnungszeiten und Eintritt

Während der Laufzeit ist die Ausstellung täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen
Eintritt 5,50 € (erm. 3,00 €)
An jedem ersten Montag im Monat freier Eintritt!