Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Horst Lang
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Horst Lang: An der Zeche Victoria Mathias, Essen, 1960er-Jahre, © Ursel Lang

Horst Lang (1931–2001)

Der Photograph Horst Lang hat Ende der 1950er-Jahre begonnen in ausgedehnten Wanderungen insbesondere das westliche Ruhrgebiet photographisch zu erkunden. In Essen geboren, hat er kriegsbedingt das Ruhrgebiet für einige Jahre verlassen müssen und mit seiner Mutter im Harz gelebt. Dort absolvierte er eine Ausbildung als Photolaborant und legte schließlich in Magdeburg seine Gesellenprüfung ab. 1951 kehrte Horst Lang ins Ruhrgebiet zurück, zunächst nach Duisburg, dann nach Essen. Bedeutend für seine photographische Arbeit war sicher die persönliche Begegnung mit Albert Renger-Patzsch, dessen sachlich-dokumentarischer Bildstil für Lang eine wichtige Leitlinie darstellte.
Im Jahr 1965 wird Horst Lang als Tatortphotograph bei der Essener Polizei angestellt, dieser Tätigkeit wird er bis 1991 nachgehen. Außerhalb seiner beruflichen Aufgaben widmet er sich der photographischen Betrachtung des Ruhrgebiets, der von der Industrie geprägten Landschaft, der Bauten des Bergbaus mit den oftmals unmittelbar angrenzenden Wohnhäusern, der Menschen während ihrer Arbeit und Freizeit. Dieses frei jeden Auftrags entwickelte Projekt verfolgte Lang regelmäßig und über viele Jahrzehnte. Entstanden ist ein facettenreiches Portrait des Ruhrgebiets, wie es heute nicht mehr existiert. Horst Langs Schwarzweißphotographien erzählen von einer Region mit einer bedeutenden wirtschaftlichen Vergangenheit, die die Lebensatmosphäre und die Identität der ansässigen Menschen mitgeprägt hat. Der tiefgreifende Strukturwandel, der mit dem Ende der Montanindustrie einherging, hat sich in den 1950er- und 1960er-Jahren, als Lang zu photograpieren begann, aber bereits ankündigt.

In Essen werden 1997 erstmals Photographien von Horst Lang ausgestellt, ein Jahr später dann im Museum Quadrat in Bottrop und im Goethe-Institut in Brüssel. 1998 erscheint die erste monographische Publikation unter dem Titel Als der Pott noch kochte. Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur besitzt sämtliche im Buch abgebildete Motive zuzüglich ergänzender Aufnahmen.

Biographie:

1931               geboren in Essen
1945               verbringt mit seiner Mutter das Kriegsende in Wenigerode/Harz; fasziniert von
                       der Arbeit des Berliner Filmphotographen Arthur Grimm beginnt er
                       eine Ausbildung als Photolaborant
1948               Gesellenprüfung in Magdeburg
1951               Rückkehr ins Ruhrgebiet, zuerst Duisburg, später Essen; arbeitet als
                       Laborant und Verkäufer in verschiedenen Photogeschäften, trifft bei dieser 
                       Gelegenheit den Photographen Albert Renger-Patzsch
1965-91          Tatortphotograph bei der Essener Polizei; gelegentliche Pressephotos
                       für die Zeitschrift Essener Revue

Ausstellungen:

1997               Orangerie der Essener Gruga
1998               Museum Quadrat, Bottrop
2003               Goethe-Instiut, Brüssel; Städtische Galerie Schloß Borbeck, Essen
2006               Museum Pfalzgalerie, Kaiserslautern
2008               Stadtbücherei Uetersen

Literatur:

Horst Lang. Als der Pott noch kochte, Text Andreas Rossmann, München: Schirmer/Mosel, 1998

AUGUST-SANDER-PREIS 2020 ist ausgeschrieben!

Einreichungen sind ab sofort möglich

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Ausstellungshinweise:

Bernd & Hilla Becher
Coal Mine Tipples –
Pennsylvanische Kleinbergwerke

Kunstarchiv Kaiserswerth
28. September 2019 bis 16. Februar 2020

Öffnungszeiten Sa, So, 14–18 Uhr

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Bernd & Hilla Becher: Industrial Visions

National Museum Cardiff, Wales
26. Oktober 2019 bis 1. März 2020

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Sonderveranstaltungen zur Ausstellung "Boris Becker – Hochbunker"


Dezember 2019:

Do. 12.12., 19 Uhr
Vortrag von Dr. Elke Purpus "Bunkerbilder – zwischen Inszenierung und Dokumentation"
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Januar 2020:

Zusatztermin wegen großer Nachfrage:
Do. 16.1., 19 Uhr
Künstlerführung durch die Ausstellung mit Boris Becker

So. 26.1. 11 Uhr
Führung durch den Hochbunker
Körnerstr. 101, Köln (Anmeldung erforderlich)
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Mo. 27.1., 19 Uhr
"Bunker im Film":
Der Himmel über Berlin, 1987, 127min,
von Wim Wenders
Filmpalette, Lübecker Str. 15, Köln

Fr. 31.1., 18.30 Uhr
Führung für Mitglieder und Gäste der Fördergesellschaft


Februar 2020:

Zusatztermin wegen großer Nachfrage:
So. 2.2., 11 Uhr
Führung durch den Hochbunker
Körnerstr. 101, Köln (Anmeldung erforderlich)
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Anmeldungen und weitere Informationen unter Tel.: 0221/88895300, photographie@sk-kultur.de

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Neuerscheinung:

Boris Becker. Bunker

Hrsg. Die Photographische Sammlung/
SK Stiftung Kultur, in Kooperation mit
dem Saarlandmuseum – Moderne Galerie, Saarbrücken, Snoeck Verlag, 2019, € 68
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Öffentliche Führungen:

An jedem Sonntag während der Laufzeit der Ausstellungen, um 15 Uhr,
ohne Voranmeldung, Treffpunkt an der Ausstellungskasse (Eintritt + 2 Euro)

Das Führungsprogramm wird von der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung unterstützt.

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Veranstaltungen für Kinder:

Die Photo-Detektive...
Wir entdecken eine Ausstellung
Für Kinder von 6–10 Jahren

Neue Termine ab März 2020!

Kosten inkl. Eintritt € 7,00

mit Verena Günther
...»» weitere Informationen

Darüber hinaus sind individuelle Buchungen für Kindergruppen möglich, Infos unter
Tel.: 0221/88895300.

Kinderführungen

Öffnungszeiten und Eintritt

Während der Laufzeit ist die Ausstellung täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet, mittwochs geschlossen
Eintritt 5,50 € (erm. 3,00 €)
An jedem ersten Montag im Monat freier Eintritt!