Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Natascha Borowsky
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Natascha Borowsky: aus der Serie Remedies #6, 1998, © Natascha Borowsky, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Natascha Borowsky (*1964)

Im Fokus der Aufnahmen von Natascha Borowsky stehen von ihr gesammelte Objekte, zumeist aus der Natur oder vom Weg aufgelesene Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Die mitunter nur einige Zentimeter großen, vielfach schon durch Alterung oder Witterung kaum mehr erkenntlichen Objekte betrachtet die Künstlerin in ihren Vergrößerungen als individuelle skulpturale Formen. Sie arrangiert sie einzeln auf oft eigens hergestellten Hintergründen, farblich abgestimmt mit nur wenig räumlicher Tiefe. So lenkt sie die Aufmerksamkeit auf kleinste Momente unserer Gegenstandswelt, deren ästhetischer Wert ohne ihre Bilder weitgehend übersehen würde. Doch nicht nur im Einzelnen, sondern auch im Neben- und Miteinander ihrer Photographien lassen sich die vor Augen geführten Formen und Farben um so deutlicher erschließen, und man mag das sensible Abwägen im künstlerischen Prozess nachvollziehen, das den beiläufigen Dingen Bedeutung verleiht, ähnlich einer Kollektion von Talismanen.
In ihren jüngeren Arbeiten beschäftigt sich Natascha Borowsky seit 2015 mit besonderen Stoffqualitäten aus Indien, deren Farben, Texturen und Strukturen sie in ausschnitthaften und in unmittelbarer Nahsicht aufgenommenen Photographien zur Ansicht bringt.

Biographie

1964              geboren in Düsseldorf
1988-1994     Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei
                      Professor Bernd Becher, Meisterschülerin
1994/1995     Studium am Cordova Institute, Vancouver
1997/1998     Arbeitsaufenthalt in Vancouver und Sechelt, Kanada
2001              Arbeitsstipendium Land NRW, Schloss Ringenberg
2002              Stipendium Stiftung Künsterdof Schöppingen
2006-2008     Lehrauftrag für Photographie an der Hochschule Niederrhein, Krefeld
2008              Residenzstipendium des Goethe-Instituts, Kuala Lumpur, Malaysia
2009              Residenzstipendium des Kulturamts der Stadt Düsseldorf,
                      Chongqing, China
2011/2012      Residenzstipendium der Kunststiftung NRW in Kooperation mit dem
                      Goethe-Institut Mumbai, Indien
2014              Aufnahme in den Westdeutschen Künstlerbund e.V.
2017              Aufnahme in das Internationale Künstlergremium / IKG
                      Künstlerbuchförderung der Kunststiftung NRW
2017-2018     Lehrauftrag für Photographie, Universität Paderborn

Einzelausstellungen

Cordova-Institute, Vancouver (1995); Ausstellungshalle Löfflerhaus, Gotha (2001); Galerie Reckermann, Köln (2002); Galerie Jean Kämpf, Basel (2003); Galerie F&, Schöppingen (2003); Kulturzentrum Alte Post, Neuss (2005); Galerie Harthan, Stuttgart (2007); Museum Chasa Jaura, Valchava (2008); Stadtische Galerie Eichenmüllerhaus, Lemgo (2010); Kunstverein Schwäbisch Hall (2011); Showroom Tina Miyake, Düsseldorf (2014); Studioausstellung Kunstmuseum Bochum (2014); SPAM-CONTEMPORARY, Düsseldorf (2015); Galerie Matthias Erntges, Düsseldorf (2016); Labor Projektgalerie, Köln (2017)

Literatur

Natascha Borowsky, Ausstellungshalle Löfflerhaus Gotha, Düsseldorf 2001; Fundstücke in der Natur zum anschauen und selbst suchen, Photos Natascha Borowsky, Texte Regine Kern und Sigrun Brunsiek, Siftung Künstlerdorf Schöppingen 2004; Natascha Borowsky. Plastik, Text Margret Baumann, anlässlich der Ausstellung Fluchtpunkt. Plastik. Artefakte. Positionen zeitgenössischer Fotografie von Cornelia Wruck, Natascha Borowsky und Boris Becker, Kunsthalle Recklinghausen 2006/2007, Köln 2006; Distanzen - Dinge und Räume in der aktuellen Fotografie und den neuen Medien, Ahrenshoop: Edition Hohes Ufer, 2008.

Ausstellungshinweis extern:

FLUSSLANDSCHAFTEN

Photographien von Bernd & Hilla Becher, Laurenz Berges, Andreas Gursky, Axel Hütte, Bernard Langerock, August Sander, Josef Schulz

im Kunstarchiv Kaiserswerth, Düsseldorf

3. Oktober 2020 – 28. März 2021

BIS ENDE NOVEMBER AUFGRUND DER CORONA-PANDEMIE GESCHLOSSEN.


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On Tour:

Boris Becker – Hochbunker. Photographien von Architekturen und Artefakten

ab 18. Juli 2020 zu sehen im Saarlandmuseum, Moderne Galerie, Saarbrücken

BIS ENDE NOVEMBER AUFGRUND DER CORONA-PANDEMIE GESCHLOSSEN.

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