Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur -  Stephen Shore
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Stephen Shore (*1947)

Nachdem sich Stephen Shore einige Zeit in der Factory von Andy Warhol aufgehalten hatte und dort erste Photographien der anwesenden Künstler und Musiker machte, verlässt er Anfang der 1970er-Jahre seine Heimatstadt New York, um den amerikanischen Kontinent erstmals in Richtung Westen zu durchqueren. Rückblickend schreibt er 1999 über dieses Projekt:
„1972 machte ich mich allein auf von meinem Haus in New York City für meine erste Reise quer durch das Land, ausgestattet mit einer 35mm-Kamera, Farbfilmen und einem Kopf voll ästhetischer Ideen. Als meine Reise anfing, und ich begab mich in ein für mich unbekanntes Land, war ich schlichtweg fasziniert von den Orten, Menschen und Situationen, die mir begegneten. Die Ideen, an denen ich in New York gearbeitet hatte, schienen mir weniger interessant als die Gesichter, Zimmer, Mahlzeiten und Häuser, die ich auf dieser Reise entdeckte. Ich war zwei Monate unterwegs von New York nach New Mexico und zurück. Als ich nach New York zurückkehrte, habe ich in dieser tagebuchartigen Form weiter photographiert. So wurde American Surfaces geboren.“
Die so entstandene Serie, die sich heute im Metropolitan Museum of Art in New York befindet, zählt mit zu den ersten farbphotographischen Arbeiten im künstlerischen Kontext, der bis dahin vornehmlich von der Schwarzweißphotographie geprägt war. Stephen Shore hat damit der künstlerischen Arbeit mit dem Medium der Photographie neue und entscheidende Impulse gegeben. Darüber hinaus spiegeln die Aufnahmen in American Surfaces seine Annäherung und sein Interesse an den scheinbar banalen Erscheinungen der amerikanischen Wirklichkeit. In ihrer dokumentarischen Auffassung und tagebuchartigen Form, mit der er zumeist mit direktem Licht das notierte, was ihm begegnete und ihn faszinierte, liegt zugleich der innovative Charakter dieser Arbeit. Als Ausdruck für ein freies, nicht statisches Zeit- und Lebensgefühl ist American Surfaces von unverminderter Aktualität.
Der Einzelausstellung 1971 im Metropolitan Museum in New York – Stephen Shore ist der erste lebende Photograph, dem dies zuteil wurde – folgten noch zahlreiche weitere, unter anderem im Museum of Modern Art, New York, in der Kunsthalle Düsseldorf und im Art Institute in Chicago, um nur einige Stationen der 1970er- und 1980er-Jahre zu nennen. Außerdem hat Shore an der legendären Gruppenausstellung New Topographics. Photographs of a Man-altered landscape, 1975 im George Eastman House in Rochester als einzige Farbposition teilgenommen. Seit 1982 ist Stephen Shore Direktor des Photography Program am Bard College in Annandale-on-Hudson, New York.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur besitzt 77 von Stephen Shore eigens ausgewählte Motive aus American Surfaces in Form von Neuabzügen. Diese Reihe wurde 1999 erstmals in Köln ausgestellt.

Literatur:

Uncommon Places. Photographs by Stephen Shore, New York: Aperture, 1982; Stephen Shore. Luzzara, Hrsg. Linea di Confine della Provincia de Reggio Emilia, Laboratorio di Fotografia 6, Rubiera 1993; Stephen Shore. Fotografien 1973–1993, Hrsg. Westfälischer Kunstverein Münster, München: Schirmer/Mosel, 1994; The Velvet Years. Warhol’s Factory 1965–67, Photographien Stephen Shore, Text Lynne Tillman, New York: Thunder’s Mouth Press, 1995; Stephen Shore: The Nature of Photographs, Baltimore und London: The John Hopkins University Press, 1998; Stephen Shore. American Surfaces 1972, Hrsg. Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, München: Schirmer/Mosel, 1999.

DEUTSCHES FOTOINSTITUT:

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur kooperiert mit der Stadt Düsseldorf und dem DFI e. V., um die Fotokunst gemeinsam zu stärken.

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Ausstellungshinweis extern:

BERND & HILLA BECHER
PHOTO & DRUCKGRAPHIK


Eine Ausstellung von Max Becher in Kooperation mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln

im Kunstarchiv Kaiserswerth, Düsseldorf

Laufzeit: 12. Juni bis 19. Dezember 2021

Eröffnung: Freitag, 11. Juni, 15–21 Uhr


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NEUE EDITIONSMOTIVE
VON AUGUST SANDER:

 

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Aufruf an Absolventinnen und Absolventen von Kunsthochschulen oder Berufsanfänger mit einer mindestens dreijährigen professionellen Praxis:

Mentorentätigkeit von
Martin Rosswog

zum Thema

"Dokumentarphotographie als
Form der Kunst"

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Werfen Sie einen Blick in unsere
aktuelle Ausstellung

VON BECHER BIS BLUME

Bitte klicken Sie auf diesen Link...»»

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Ensemblemitglieder des WDR Symphonieorchersters waren bei uns in der Ausstellung VON BECHER BIS BLUME
und haben die Räume für ein exklusives Kammerkonzert genutzt. 

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Online-Symposium

Photographische Archive im künstlerischen Kontext

Denkanstöße und Grundlagenforschung
zur Förderung von Netzwerken und Kooperationen im Rheinland und Ruhrgebiet

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Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur würdigt Gerd Sander....»»

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